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Bartflechte

Die Bartflechte (auch: Bartmykose, Tinea Barbae, Bart-Trichophytie, Sycosis parasitaria, Sycosis barbae) ist eine Hauterkrankung, die nur bei Männern auftritt und durch Pilze verursacht wird (siehe auch Hautpilz im Gesicht). Eine Bartflechte ist erkennbar an großen rötlichen Flecken, die sich im Verlauf der Krankheit zu Pusteln entwickeln können. Die Symptome treten überwiegend auf der behaarten Gesichtshaut auf.

Bei der Bartflechte handelt es sich um eine sogenannte Dermatophytose, also um eine Hautkrankheit, die durch eine der 38 Arten von Fadenpilzen (Dermatophyten) ausgelöst wird. Die Bartflechte zählt zu den am häufigsten auftretenden Dermatophytosen und ist verwandt mit der Gesichtsflechte und der Kopfflechte.

Betroffen sind ausschließlich Männer, ältere deutlich häufiger als jüngere. Wie lang der Bart ist (und ob er überhaupt vorhanden ist) spielt dabei keine Rolle.

Bartflechte – Ursachen

Ursache einer Bartflechte sind Pilzinfektion mit Dermatophyten (Fadenpilze vom Typ Trichophyton mentagrophytes oder Trichophyton verrucosum), seltener Sprosspilze, bakterielle Infektionen (z.B. mit Staphylokokken).

Die Erreger übertragen sich bei Kontakt mit Tieren, meist Rindern oder Nagetieren, auf den Menschen. Die Sporen der Fadenpilze sind hochansteckend, sehr resistent gegenüber Umwelteinflüssen und können über vier Jahre infektiös wirken.

Zur Infektion kommt es beim Kontakt mit dem Pilzen allerdings nur, wenn diese es schaffen, die natürliche Hautflora und deren Immunsystem zu überwinden – nur so können sie in die Hornschicht, Nägel oder Haare eindringen. Begünstigt wird dies durch kleine Verletzungen der Haut sowie durch ein geschwächtes Immunsystem.

Bartflechte – Symptome und Diagnose

Typische Symptome der Bartflechte sind schuppige, rötliche, runde Flecken, die sich mit den Haarfollikeln am Ansatz der Haare verbinden und Furunkel / Karbunkel oder Pusteln ausbilden. Bei Furunkeln handelt es sich um tiefe, schmerzhafte Entzündungen des Haarbalgs und des ihn umgebenden Gewebes. Sie sind mit Eiter gefüllt und hinterlassen nach dem Abheilen sehr oft Narben.

Weitere Symptome sind:

Bei auffälligen Flecken auf der Gesichtshaut sollten Männer zum Dermatologen gehen und ihre Symptome beschreiben, um möglichst schnell einen Termin zu bekommen.

Der Hautarzt erkennt die Bartflechte oft schon anhand ihres typischen Erscheinungsbildes, gesichert wird die Diagnose mittels Abstrich und anschließender Laboranalyse – dort werden die genauen Erreger identifiziert.

Ausgeschlossen werden müssen:

  • Andere Hautpilzerkrankungen (Dermatomykose)
  • Schuppenflechte
  • Ekzeme
  • Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung)

Die Bartflechte sollte möglichst schnell erkannt und behandelt werden, sonst drohen große Abszesse, Fieber und zurückbleibende Narben. Außerdem kann die Hautkrankheit chronisch werden, wenn sie zu lange unbehandelt bleibt.

Bartflechte – Behandlung

Die Therapie einer Bartflechte ist wichtig, auch wenn die Erkrankung oft nach einigen Monaten von selbst ausheilen kann – allerdings nur unter Bildung von Abszessen, sichtbaren Narben und in Begleitung von Schmerzen.  Ohne Behandlung läuft man zudem Gefahr, dass die Bartflechte chronisch wird.

Die befallene Haut sollte gründlich rasiert werden. Die anschließenden Therapiemaßnahmen richten sich nach den verantwortlichen Erregern, so werden Cremes und Salben, Lotionen oder Medikamente zur Einnahme verabreicht, die die Pilze bekämpfen (Antimykotika) oder den Bakterien Einhalt gebieten (Antibiotika). Die innerliche Einnahme von Medikamenten ist jedoch nur selten und nur bei einem schweren Verlauf üblich.

Bartflechte vorbeugen

Sicher vorbeugen kann man der Bartflechte nicht, vor allem dann nicht, wenn regelmäßig Kontakt zu Tieren besteht, die häufig von den Fadenpilzen befallen sind, zum Beispiel Nagetiere oder Rinder.

Wer bereits erkrankt ist, sollte strikt auf Hygiene achten, um sich nicht erneut anzustecken. Rasierapparate sollten nach jedem Einsatz desinfiziert werden, auch benutzte Lappen oder Handtücher sollten regelmäßig ausgekocht werden, um die Krankheitserreger abzutöten.
 


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