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Atopische Veranlagung

Warum entwickeln manche Kinder und Jugendliche Ekzeme und Neurodermitis, und andere nicht? Dieser Frage versuchen Forscher schon seit einigen Jahrzehnten auf den Grund zu gehen. Eine neue Studie, durchgeführt von einer Arbeitsgruppe aus Allergologen und Sozialmedizinern der Universitäten Heidelberg und Dresden, bringt weiter Licht ins Dunkel.

Zwischen 2003 und 2006 waren 18.000 Kinder und Jugendliche bis siebzehn Jahren an der Studie beteiligt. Ausfindig gemacht wurden folgende Faktoren:

  • Den mit Abstand größten Einfluss auf die Entstehung von Ekzemen und Neurodermitis haben die Gene. Allergien in der Familie galten als größter Risikofaktor für eine Erkrankung des Kindes
  • Eine deutlich geringere Rolle spielten Infektionen nach der Geburt
  • Auch die Erkrankung des Kindes an Gelbsucht nach der Geburt machte Ekzeme wahrscheinlicher
  • Gar keinen signifikanten, das heißt als zuverlässig bewertbaren Einfluss hatten Umwelteinflüsse und Lebensstil: ob die Mutter während der Schwangerschaft Alkohol trank, mit Haustieren zusammenlebte oder von Schimmelpilzen in der Wohnung umgeben war – all das wirkte sich nicht auf das Ekzem-Risiko aus

Die Arbeitsgruppe schlussfolgert, Umwelt und Lebensstil spielten womöglich eine viel geringere Rolle bei der Verursachung von Ekzemen und Neurodermitis als bisher angenommen.

Von den 18.000 Teilnehmern waren 13,2% von Ekzemen betroffen, die meisten (71,1%) seit den ersten beiden Lebensjahren. Bei 1845 dieser Betroffenen lag eine allergische Sensibilisierung vor, etwa jeder Zweite dieser Untergruppe hatte Neurodermitis.

 

Quelle: Apfelbacher, C.J. et al., Allergy 2010 (online first, DOI: 10.1111/j.1398-9995.2010.02464.x)


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Eine Antwort zu “Atopische Veranlagung”

  1. Norha sagt:

    Ich muss sagen ich hatte meine Bedenken aber als sehr schwerer ND Patient [Seit Geburt, heute 30ig] der die Fahnenstange der Schulmedizin schon lange eerricht hat schien mir das Risiko einer mf6glichen leichten Vere4tzung doch gering im Vergleich zu dem was ich meinem Kf6rper fcber die Jahre mit Kortison angetan habe. Und siehe da es war wie ein Bad im Wasser. Keinerlei brennen oder e4hnliches. Erst nach dem 2. Anlauf kann ich jetzt von einer Entspannung berichten. Nicht das der Juckreiz komplett verschwinden wfcrde oder alles fcber Nacht verschwindet aber trotz Verzicht auf jegliches Entzfcndungshemmendes Pre4parat (ausser Panthenol, Zink und Niacin in meiner Salbe) geht die Entzfcndung rapide zurfcck. Und ich muss sagen ich bin am ganzen Kf6rper, ohne Ausnahme, mit dem ganzen beschenkt . Werde das ganze jetzt weiter beobachten und dann gegebenenfalls in den diversen Foren nochmal was dazuschreiben denn ich denke hier sollte man dann auch den anderen mehr Mut machen das zu probieren. Viel Unterschied zu Anse4tzen wie Kaliumpermagnat ist da nunmal auch nicht.

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