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Atopie

Atopie ist die verebte Neigung, an einer oder mehreren „atopischen Krankheiten“ zu erkranken. Zu den atopischen Krankheiten gehören:

Die Atopie kann man weder mit einem bestimmten Labortest nachweisen, noch anhand eines bestimmtern eindeutigen Zeichens diagnostizieren. Stattdessen wird die Atopie festgemacht mittels Patientengesprächs und einer Reihe von körperlichen und labortechnischen Untersuchungen festgestellt.

Geklärt werden dabei folgende Fragen

  • Leidet der Patient unter Ekzemen, wenn ja, seit wann, an welchen Körperstellen und mit welcher Ausprägung?
  • Gab es Milchschorf im Babyalter?
  • Verändern sich die Ekzeme mit dem Ort, mit der Jahreszeit, beim Kontakt mit Allergenen oder während bestimmter Tätigkeiten, zum Beispiel im Garten oder im Beruf?
  • Haben enge Verwandte eine Asthma, Neurodermitis oder Heuschnupfen?
  • Liegen Erkennungszeichen vor wie zum Beispiel:
    o    Weißer Dermographismus
    o    Denny-Morgan-Falte
    o    Trockene Haut
    o    Reibeisenhaut (keratosis pilaris)
    o    Atopischer Winterfuß
    o    Brustwarzenekzeme
    o    „Dirty neck“, eine schmutzig-braune Verfärbung um Nacken mit verstärkten Nackenfalten

Besteht der Verdacht auf Atopie weiterhin, können Laboruntersuchungen helfen, zum Beispiel ein Allergietest oder ein Phadiatop-Test (SX1).

Die Warscheinlichkeit, unter einer Atopie zu leiden, hängt zu einem großen Teil von den Genen ab. Je nachdem, ob Geschwister oder Elternteile eine allergische Erkrankung haben, steigt das eigene Atopie-Risiko. Die genauen Wahrscheinlichkeiten und die Gründe für die zunehmende Verbreitung der Atopie erfahrt ihr unter Neurodermitis-Ursachen.

Ob zum Beispiel das atopische Ekzem bei einer Veranlagung wirklich ausbricht bzw. wann der nächste Schub kommt, hängt von den „Triggerfaktoren“, den Auslösefaktoren der Atopie ab.

  • Atemwegs-Allergien: Pollenallergene, Hausstaubmilben können Neurodermitis erstmalig auslösen oder verschlimmern.
  • Nahrungsmittelallergien: Auch die Allergene in den Nahrungsmitteln, allen voran Erdnüsse, Eier, Fisch, Soja und Kuhmilch sind Triggerfaktoren.
  • Trockene Haut: wird die Haut zu selten eingecremt oder durch zu langes Baden oder besonders trockene Luft ausgetrocknet, begünstigt dies Ekzeme.
  • Keime auf der Haut: Insbesondere die Bakterien vom typ Staphylococcus aureus scheinen einen großen Einfluss auf den Ausbruch von atopischen Ekzemen zu haben.
  • Juckreiz / Kratzen: Juckreiz und anschließendes Kratzen reizen die Haut mechanisch und können ebenfalls zu Ekzemen führen.
  • Irritantien: Rauch, Abgase oder Kleidung reizen die Haut.
  • Stress: Stress schwächt das Immunsystem, etliche Betroffene berichten, dass das atopische Ekzem bei ihnen erstmalig in stressigen Situationen wie Prüfungsphasen oder familiären Problemen aufgetreten ist.

 


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Eine Antwort zu “Atopie”

  1. Andrea sagt:

    Habe da eine Frage, folgende Symptome: Rhinitis , Exanthem, Juckreiz und ständiges Husten tlw. mit Spasmus. Patient bekommt keine Luft mehr. Labor Gesamt IgE 164 und Phadiotap Sx1 0 , welche weiteren Schritte soll ich da einleiten?

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