});

Atemnot durch Kälte bei Asthma und Kälte-Urtikaria

Nicht nur unangenehm ist sie, die eisige Kälte, die Deutschland manchmal im Winter überkommt. Sondern auch eine Problem für die Gesundheit: Menschen mit Asthma oder Kälte-Urtikaria, einer besonderen Form der Nesselsucht, können bei Temperaturen unter Null Grad Atemnot erleiden.

Die Kälte-Urtikaria („Kälte-Allergie“)

Bei der Kälte-Urtikaria treten Quaddeln, Schwellungen, starke Rötungen und Juckreiz auf der Haut auf, wenn die Temperaturen ein individuell verträgliches Maß unterschreiten.

In schweren Fällen können auch die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum anschwellen, infolge kommt es zu Atemnot. Dies kann entweder durch eine starke Erkrankung bedingt sein, durch besonders niedrige Temperaturen oder durch einen Kälteschock – etwa dann, wenn ein Betroffener in einen kalten See fällt.

Fast jeder vierte Deutsche litt bereits mindestens einmal an einer Nesselsucht, die spezielle Form der Kälte-Urtikaria ist jedoch eher selten.

Behandelt werden die Symptome Nesselsucht zum Beispiel mit Antihistaminika oder Cortison-Tabletten. Als einzige ursächliche Therapieform gilt die Toleranzinduktion, bei der der Körper nach und nach an Kälte gewöhnt wird, bis er nicht mehr überreagiert.

Atemnot durch Kälte bei Asthma oder chronischer Bronchitits

Bei Asthma-Patienten und Personen mit chronischer Bronchitis oder anderweitig überempfindlichen Atemwegen kann sehr kalte Luft die Atemwege so stark reizen, dass diese sich verengen, was resultieren kann in: 

  • erschwertem Atmen
  • Pfeifgeräuschen beim Atmen
  • Atemnot
  • Asthmaanfällen

Gegen die Beschwerden hilft warme Kleidung und ein Mundschutz, zum Beispiel durch einen hochgezogenen Schal. Lange Aufenthalte in der Kälte sollten ebenso gemieden werden wie Sport im Freien. Um die Schleimhäute feucht zu halten, sollten Betroffene viel trinken, idealerweise Tee und Wasser.

Auch ohne Nesselsucht oder Asthma braucht die Haut Schutz

Bei den niedrigen Temperaturen verlangt die Haut nach einem besonderen Schutz. Auch Menschen ohne Hauterkrankungen wie Nesselsucht sollten daher im Winter zu feuchtigkeits- und / oder fettspendenden Cremes und Salben greifen. Der Grund: unterschreitet die Temperatur 8°C, werden die Haut weniger durchblutet und die Talgdrüsen weniger aktiv, sodass weniger Talg produziert wird, der die Haut normalerweise mit einer hauchdünnen Schutzschicht überzieht und vor Feuchtigkeitsverlust schützt. Auch die Lippen sollten im Winter mit fetthaltigen Pflegepräparaten versorgt werden.

Betroffene einer Kontaktallergie gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen von Kosmetika sollten dabei auf den Kauf allergenfreier Mittel achten.
 


Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Cholinergische Urtikaria Die Cholinergische Urtikaria (cholinergische Nesselsucht, Schwitz-Urtikaria, cholinerge Urtikaria, Wärmereflexurtikaria) ist...
  2. Wie häufig ist die Nesselsucht (Urtikaria)? Die Nesselsucht (Nesselfieber, Urtikaria) gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten. Immerhin...
  3. Kälte-Allergie Kälte-Allergie – eine furchtbare Vorstellung. Und für Tausende Deutsche leider...
  4. Sport trotz cholinergischer Urtikaria? Bei der cholinergischen Urtikaria (Nesselsucht) treten Quaddeln, Rötungen, Schwellungen und...
  5. Blaue Flecken nach Quaddeln? – Die Urtikaria vaskulitis Quaddeln verschwinden meistens wenige Minuten bis Stunden nach dem Auftreten,...

Dein Kommentar

*