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Asthma und Schule

Jedes 10. Kind in Deutschland leidet an Asthma. Und es werden immer mehr. Was das für Kinder, Mitschüler und Lehrer für den Schulalltag bedeutet …

Zunächst ist es wichtig, dass andere Kinder und deren Eltern wissen: Asthma ist keinesfalls ansteckend. Eine Ausgrenzung betroffener Kinder ist also niemals berechtigt oder notwendig. Ganz im Gegenteil: Kinder mit Asthma sollten grundsätzlich ganz normal, wie all ihre Mitschüler, aktiv bei allen Unternehmungen rund um die Schule mitmachen.

Gut therapierte Asthmatiker stehen ihren gesunden Mitschülern auch in Punkto Leistungsfähigkeit unter normalen Umständen in nichts nach. Allerdings können Medikamente Nebenwirkungen hervorrufen, wie Unruhe und Konzentrations-störungen.

Daher gilt:

Offenheit statt Außenseiterrolle

Da asthmakranke Kinder aufgrund ihrer oft bedrohlich wirkenden Krankheit dazu neigen, sich unsicher zu fühlen, sind Verständnis und Akzeptanz besonders wichtig für die Patienten, um sich sicher zu fühlen. Voraussetzung dafür ist der offene Umgang mit Asthma. Nur wenn die betroffenen Kinder und ihre Eltern mit den Mitschülern und dem Lehrpersonal sprechen und kein Geheimnis aus dem Asthma gemacht wird, kann die Basis für ein sicheres Gefühl geschaffen und die Verdrängung in eine Außenseiterrolle verhindert werden.

Wichtig ist, dass sowohl der Patient als auch seine Mitmenschen in der Schule Sicherheit im Umgang mit Asthma bronchiale gewinnen.

Gefragt ist dabei in erster Linie das Kind selbst, das dazu ermuntert werden sollte, sich den Mitmenschen bei Sorgen und Beschwerden mitzuteilen. Tut es das nicht, läuft es Gefahr, als zurückgezogen und vielleicht sogar als ablehnend wahrgenommen zu werden. Ein Teufelskreis aus Skepsis, Verletztheit und Rückzug kann dann entstehen wie bei allen Kindern, die “anders” sind. Der offene Umgang hingegen trägt dazu bei, dass die Mitmenschen Asthma-Symptome viel schneller erkennen können und dementsprechend schnellere Hilfe möglich ist.

Eigenverantwortlicher Umgang mit Asthma

So wichtig der offene Umgang mit Asthma gegenüber den Mitschülern und Lehrern ist, so wichtig ist es auch, dem Kind zu vermitteln, wie bedeutend die selbstständige Einnahme der Medikamente in der Schulzeit sowie eventuell auch das Führen eines Peak-Flow-Werte-Tagebuchs ist. Erklärt eurem Kind am besten genau, warum diese Maßnahmen wichtig sind.

Asthmaanfällen kann man mit verschiedenen Medikamenten vorbeugen bzw. Anfälle behandeln. Diese Medikamente enthalten meist atemwegserweiternde Wirkstoffe. Die sogenannten “Reliever” verschaffen meist innerhalb weniger Minuten Erleichterung. Schwere Anfälle müssen zusätzlich und langfristig mit antientzündlichen Medikamenten (“Controllern”) behandelt werden.

Das ideale Klassenzimmer

… enthält kaum Staubfänger und Allergene, insbesondere Hausstaubmilben, Tierhaare, Pflanzen, wenn der Patient an einer oder mehreren Allergien leidet – was bei Asthmatikern die Regel ist.

Schulsport – ein Tabu bei Asthma?

Ein Ausschluss aus dem Schulsport ist in den meisten Fällen nicht gerechtfertigt. Stattdessen sollte das Kind dazu motiviert werden, sich am Schulsport zu beteiligen. Dabei sollte der Sportlehrer unbedingt um die Erkrankung wissen, und auch hinsichtlich der Erkennung eines sich ankündigenden Asthmaanfalls und der Ersten Hilfe geschult sein und wissen, wen er im Notfall telefonisch erreichen kann. Und dem Kind zuhören, wenn es idealerweise frühzeitig Bescheid sagt, wenn es bestimmte Dinge nicht schafft.

Beim Schulsport muss das Kind außerdem sein Asthmaspray immer parat haben – und natürlich auch wissen, dass es dieses bei Atemnot oder Kurzatmigkeit benutzen muss.

In Sonderfällen kann eine eingeschränkte Teilnahme sinnvoll sein, eventuell auch ohne Benotung.

Hier erfährst Du mehr zu Sport bei Asthma


Asthma beim Baby und Kind – Ursachen und Verbreitung

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