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Asthma in der Schwangerschaft

Asthma in der Schwangerschaft ist mit der richtigen Behandlung und Versorgung kein Problem. Bei fast allen Frauen mit Asthma verläuft die Schwangerschaft völlig unkompliziert – wenn sie das Asthma angemessen therapieren.

Damit es keine Asthma-Komplikationen während der Schwangerschaft gibt, ist eines unerlässlich: eine konsequente Asthma-Behandlung und regelmäßige Kontrollen beim Arzt. Nur so ist gewährleistet, dass die Lunge tut, was sie tun muss, dass die Symptome im Zaum gehalten werden, und dass die medikamentöse Behandlung so nebenwirkungsarm wie möglich ist.

Wird Asthma in der Schwangerschaft schlimmer?

Bei einem Drittel der Patientinnen ja, bei einem Drittel nein und das letzte Drittel erlebt sogar eine Besserung der Asthma-Symptome. Der Schweregrad pendelt sich nach Entbindung, im Durchschnitt drei Monate später, wieder auf dem Niveau von vor der Schwangerschaft ein.

Hin und wieder erleben Schwangere auch zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt Asthma-Symptome. Schuld sind die Hormone, die in der Schwangerschaft freigesetzt werden, und die auch die Atemwege verengen können. Die Erkrankung Asthma lag in diesen Fällen zwar bereits in der Vergangenheit vor, wurde aber nie verspürt und diagnostiziert.

Bekommt das Baby genug Luft?

Von einem Sauerstoffmangel geht viel mehr Schaden für das Ungeborene aus als von eventuellen Nebenwirkungen der Asthma-Medikamente. Gefahr eines Sauerstoffmangels besteht dann, wenn während der Schwangerschaft wiederholte oder sehr starke Schübe des Asthmas auftreten.

Ganz wichtig ist daher das eigene Asthma-Management, das auf drei Pfeilern beruht:

  • Regelmäßige Checks der Lungenfunktion: in der Schwangerschaft ist es besonders bedeutsam, regelmäßige Lungenfunktionstests beim Arzt zu absolvieren, damit der Asthma-Schweregrad und die notwendige Medikation immer angemessen berücksichtigt werden.
  • Asthma-Behandlung mit vorbeugenden Medikamenten: mit vorbeugenden Medikamenten lassen sich Asthmaschübe deutlich reduzieren. Im Notfall müssen aber dennoch die richtigen Medikamente greifbar sein.
  •  Vermeidung von Allergenen und Reizstoffen: vor allem allergene Substanzen in der Luft können neue Asthmaschübe auslösen, was es zu verhindern gilt. Gemeinsam mit dem Arzt kann ein Vermeidungs- bzw. Allergiesicherungsplan aufgestellt werden. Aktives und passives Rauchen sind absolutes Tabu.

Lungentests während der Schwangerschaft und der Geburt

Zur Überwachung der Lungenfunktion wird der Arzt regelmäßige Spirometrie-Tests durchführen. Zu Hause kann die Lunge außerdem mit einem Peak-Flow-Meter überwacht werden.

Zu Beginn und sowie zwölf Stunden nach der Entbindung sollte ein PEF-Wert ermittelt werden. Bei schweren Fällen von Asthma während der Wehen wird der Herzschlag des Kindes dauerhaft elektronisch überwacht.

Asthma-Medikamente in der Schwangerschaft

Die Asthma-Behandlung mit Medikamenten wird in der Schwangerschaft meist genauso fortgeführt wie zuvor. Mit den Medikamenten soll die Entzündung der Atemwege in Schach gehalten werden – bei möglichst geringen Nebenwirkungen.

Geeignet für Schwangere scheinen unter anderem folgende Medikamente zu sein:

  • Mittel zum Inhalieren, die auch ein geringeres Risiko für Nebenwirkungen haben, die den ganzen Körper betreffen (sogenannete systemische Nebenwirkungen)
  • Cromoglicinsäure (Intal) und Budesonid (Pulmicort) zum Inhalieren
  • Cortison-Spray
  • Betamimetika zum Inhalieren
  • Theophyllin zum Einnehmen oder Inhalieren

Die Dosierung sollte dabei natürlich immer mit dem Arzt abgesprochen werden!

Hyposensibilisierung trotz Schwangerschaft?

Mit der Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) wird meist nicht in der Schwangerschaft begonnen. Frauen, die sich bereits vor der Schwangerschaft in eine noch laufende Behandlung begeben haben, wird häufig ein Fortsetzen der Hyposensibilisierung trotz Schwangerschaft empfohlen. Sonst können verstärkte Allergie- und Asthmaschübe drohen.

Sport bei Schwangerschaft und Asthma

Unter Asthmapatienten ist das sogenannte Anstrengungsasthma weit verbreitet. Bei zu großen körperlichen Anstrengungen kann es dann zu Asthmaanfällen kommen. Bewegung in trockener, kalter Luft erhöht das Risiko der Anfälle. Mit ärztlicher Kontrolle und den richtigen Medikamenten ist Sport aber auch für Schwangere möglich. 

 


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