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Asthma cardiale

Asthma cardiale (kardiales Asthma, Herzasthma) ist eine starke, oft Angst erregende Atemnot, die aus einer Stauung im kleinen Kreislauf bei einer Linksherzinsuffizienz resultiert. Anders als Asthma bronchiale wird das Asthma cardiale nicht als eigenständige Erkrankung betrachtet, sondern als ein reines Symptom einer Linksherzinsuffizienz.

Bei der Linksherzinsuffizienz ist das linke Herz zu schwach, um das vom Körper benötigte Blutvolumen in der benötigten Zeit zu befördern – es kommt zu Rückwärtsversagen: Blut wird in den davor liegenden Kreislauf der Lunge zurückgestaut, der Druck in den Gefäßen des Lungenkreislaufs steigt an, Flüssigkeit und Blutbestandteile treten aus den Lungengefäßen in die Lungenbläschen. Zudem verengen sich die Bronchien. 

Asthma cardiale – Symptome

Die Asthmaanfälle treten bei dieser Form in der Regel nachts auf. Grund dafür ist, dass das Blutvolumen im Lungenkreislauf zunimmt, wenn der Körper liegt – ist er aufrecht, sorgt die Schwerkraft dafür, dass mehr Blut im unteren Körper ist. Patienten legen sich nachts oft mehrere Kissen unter den Rücken, um mit erhöhtem Oberkörper zu schlafen und so den Druck zu senken.

Zu den Asthma cardiale Symptomen gehören:

  • Atemnot (Dyspnoe), die sich im Liegen verschlechtert und durch Aufsetzen verbessert
  • Teils Bronchialobstruktionen (Entstehung sogenannter Giemen)
  • Nächtlicher Husten und andere asthmatypische Beschwerden
  • Teils Übergang in ein akutes Lungenödem, das massive Atemnot und Erstickungsgefühle mit sich bringt sowie zu blutig gefärbten, schaumigen Auswürfen führt (nur bei schwerem Krankheitsverlauf)

Asthma cardiale – Diagnose

Die Diagnose des kardialen Asthmas erfolgt, indem man „Herzfehlerzellen“ im Auswurf, dem abgehusteten Sekret, nachweist. Dabei handelt es sich um Fresszellen der Lunge, die rote Blutkörperchen aufnehmen, die durch die Stauung austreten. Abgrenzen muss der Arzt bei der Diagnose das Asthma cardiale von Pneumonien, Asthma bronchiale oder einem akuten COPD-Schub. Entscheidend ist der Nachweis der Herzinsuffizienz.

(Anmerkung: Auch Hunde leiden hin und wieder unter „Herzhusten“, der sich an Atemnot und Husten vor allem nachts und am frühen Morgen zeigt.)

Asthma cardiale – Behandlung

Die Therapie von Asthma cardiale beschränkt sich auf nächtliches Hochlagern des Oberkörpers und auf die Behandlung der Ursache: der Herzinsuffizienz.
 


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