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Asthma beim Baby und Kind – Behandlung und Therapie

Die richtige Asthma-Behandlung soll dem Kind helfen, möglichst wenig Beschwerden mit sich herumzutragen und im Alltag möglichst wenig eingeschränkt zu sein. Und dazu beitragen, dass das Asthma nicht schlimmer wird. Auch sollte die Psyche des Kindes unterstützt – ein Asthma-Anfall kann schließlich verunsichern und große Angst machen.

Die Asthma-Behandlung erfordert einen Asthma-Management-Plan und die konsequente Befolgung der Anweisungen des Arztes. Manche Medikamente müssen dauerhaft und regelmäßig eingenommen werden, andere nur in Notfällen (Bedarfsmedikamente). Neben Medikamenten können Atemschulungen und alternative Therapiemethoden im Kampf gegen das Asthma unterstützend zum Einsatz kommen.

Allergen-Kontakt minimieren

Allergien haben eine große Bedeutung bei Asthma. Reizstoffe und Pollen in der Luft, Nahrungsmittelallergene und Kontaktallergene können die Lunge dauerhaft reizen und Asthmaanfälle auslösen.

Lunge überwachen

Zum Asthma-Management ist eine regelmäßige Überwachung der Lungenfunktion des Kindes notwendig. Mittels Peak-Flow-Wert können Eltern und Arzt erkennen, wie gut das Asthma unter Kontrolle ist. Mit einem Asthmatagebuch können die Werte und weitere Auffälligkeiten für den nächsten Arztbesuch dokumentiert werden.

Asthma-Behandlung mit Medikamenten

Der Behandlung von Asthma liegt ein 5-Stufen-Plan zugrunde. Je nach Schweregrad des Asthmas werden unterschiedliche Medikamente verordnet.

Die wichtigsten Klassen von Medikamenten zur Asthma-Therapie sind:

  • Kurz wirksame Bronchien-erweiternde Medikamente zum Inhalieren, die die Muskeln der Atemwege entspannen. Für Kleinkinder gibt es spezielle Inhalationsgeräte, sogenannte Babyhaler.
  • Theophyllin-Tabletten, die die Bronchien langfristig erweitern können.
  • Cortison-Sprays gegen die Entzündung. Cortison kann für Kinder mit Asthma eine große Hilfe sein. Trotz der möglichen Nebenwirkungen von Cortison gehört es vor allem bei schwereren Formen der Erkrankung zur Standard-Therapie.
  • Leukotrienantagonisten als Tabletten gegen die Entzündung.
  • Cromoglycinsäure als Spray zum Vorbeugen oder zur Linderung allergischer Reaktionen.

Beim Inhalieren ist die richtige Technik genauso wichtig wie das verwendete Medikament selbst. Denn nur, wenn die Wirkstoffe in die Lunge kommen und dort bleiben, können sie auch gegen die Beschwerden wirken. Mehr dazu unter Asthma-Sprays richtig anwenden

Ursache bekämpfen

Gegen die Überreaktionen des Immunsystems auf an sich harmlose Allergene, die beim allergischen Asthma zu Entzündungen und Asthma-Anfällen führen können, werden mehrere Behandlungsmethoden eingesetzt:

  • Hyposensibilisierung: Bei der Hyposensibilisierung soll der Körper zunehmend an ein Allergen gewöhnt werden, bis er nicht mehr überreagiert. Dann bleiben allergische Reaktionen und damit auch allergisch bedingte Asthma-Anfälle aus. Mehr zu Hyposensibilisierung
  • Monokonale Antikörper: Bei allergischen Reaktion spielen Immunglobuline wie das IgE eine tragende Rolle. Der Körper bildet die IgE-Immunglobuline zur Abwehr gegen (vermeintlich) feindliche Stoffe. Allergiker haben eine besonders große Anzahl von IgE im Körper. Mit Präparaten, die den Wirkstoff Omalizumab enthalten, und die alle zwei bis vier Wochen unter die Haut gespritzt werden, können die IgE-Globuline gebunden und an der Auslösung einer allergischen Reaktion verhindert werden. Geeignet ist die Therapie mit Omalizumab für Kinder ab sechs Jahren. Sie wird nur in schweren Fällen von allergischem Asthma angewendet.

Atemschulung bei Asthma

In einer Atemschulung lernen Kinder, wie sie richtig atmen und wie sich im Notfall bei Asthma verhalten müssen. Darüber hinaus bekommen die Kinder vermittelt, warum ein konsequentes Asthma-Management so wichtig ist, und was alles dazu gehört. So können die jungen Patienten mehr Verantwortung für ihre Krankheit übernehmen und gewinnen dabei auch Sicherheit im Umgang mit dem Asthma.

Alternative Heilmethoden

Die Asthma-Behandlung kann mit unterschiedlichen alternativen Methoden unterstützt werden. Als Ersatz für die schulmedizinischen Maßnahmen und Medikamente sind sie allerdings keinesfalls geeignet. Manche der Verfahren sind sogar gefährlich. Zum Beispiel dann, wenn die Therapeuten mangels Wissens schwere allergische Reaktionen beim Baby oder Kind auslösen.

Für Babys bis zwei Jahren und für Kleinkinder zwischen zwei und fünf Jahren gelten einige Besonderheiten bei der Asthma-Behandlung.
 

Asthma beim Baby und Kind – Ursachen und Verbreitung
Asthma beim Baby und Kind – Symptome
Asthma beim Baby und Kind – Diagnose
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