});

Antlitzdiagnose

Antlitzdiagnose bezeichnet ein altes Verfahren, mit dem nur durch Betracht des Gesichts eines Menschen auf sein Inneres und seelische und körperliche Krankheiten sowie deren Ursache geschlossen werden soll.

Die Antlitzdiagnose stammt aus China und lautete dort „SiangMien“ („Gesichterlesen“), heute wird auch der Begriff Pathophysiognomik verwendet. Auch im Westen bediente man sich der Antlitzdiagnose schon seit etwa 2500 Jahren. So benutzten sie etwa die bekannten Heilkundler Paracelsus und Hippokrates. Später wurde die Antlitzdiagnose weiter verfeinert, unter anderem hat der von den Salzen bekannte Dr. Schüßler ein umfassendes Modell zur Diagnose von Erkrankungen und deren Ursachen erstellt.

Für den Heilpraktiker spiegelt das Gesicht den Organismus (und die einzelnen Organe bzw. Organsysteme) wider.

Bei der Antlitzdiagnose wird das Gesicht in Ausdruckszonen eingeteilt, die Aussagen über bestimmte Organe und Befindlichkeiten geben sollen.

Unter anderem wird das Gesicht des Patienten auf folgende Dinge hin untersucht:

  • Welche Farbe hat die Haut? Rötlich? Gelblich?
  • Ist die Haut blass oder kräftig?
  • Ist die Haut stumpf oder glänzend, fettig oder trocken?
  • Ist die Haut gespannt oder entspannt bis teigig?
  • Welche Adern, Schatten, Flecken und Hautunreinheiten sind sichtbar?

Neben der Stirn, den Augenbrauen, Wangen, Lidern, Schläfen und Ohren, Nase, Mund und Kinn werden auch Nägel und Haare untersucht, um ein Gesamtbild zu ermitteln.

Wie zuverlässig ist die Antlitzdiagnose?

Bei der Antlitzdiagnose handelt es sich NICHT um ein objektives, wissenschaftliches Verfahren zur Erkennung von Krankheiten oder deren Ursachen. Je nach Qualifikation und Erfahrung des Heilpraktikers kann die Methode bessere oder schlechtere Ergebnisse produzieren. Wir sind insgesamt jedoch skeptisch und raten, das Verfahren nur ergänzend zur schulmedizinischen Diagnostik durchführen zu lassen – oder dann, wenn die Schulmedizin keine Antworten gefunden hat.

Die Gesamtverfassung eines Patienten (lt. Heilpraktik: Widerstandskraft von Körper und Seele) kann mittels Antlitzdiagnose in einem gewissen Rahmen ermittelt werden – doch je spezifischer die Erkrankung, umso ungenauer vermutlich die Ergebnisse. Dies gilt für akute wie für chronische Erkrankungen. Auch bei Aussagekraft von Diagnosen zur Krankheitsveranlagungen sowie –verläufen sind wir zurückhaltend.

Studien zur Zuverlässigkeit liegen uns nicht vor.

Was kostet eine Antlitzdiagnose – und wer zahlt das?

Die Antlitzdiagnose wird gewöhnlich im Rahmen einer Untersuchung und Beratung vom Heilpraktiker nach Aufwand abgerechnet. Auf Patientenwunsch bieten viele Heilpraktiker auch an, gegen einen Aufpreis Fotos des Erscheinungsbildes des Patienten zu machen, sodass er den Verlauf der Krankheit oder Genesung dokumentieren kann. Seriöse Heilpraktiker klären im Vorfeld darüber auf, wie viel die Antlitzdiagnose kostet.


Quellen:

Bund Deutscher Heilpraktiker (http://www.bdh-online.de/1061.0.html)
tcm24.de (http://www.tcm24.de/antlitzdiagnostik/)

 


Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Elektroakupunktur nach Voll (EAV) Die Elektroakupunktur nach Voll (EAV) gilt als ältestes und am...
  2. TCM Diagnose – Betrachtung Ein erfahrener TCM-Arzt erkennt schon am ersten Anblick des Patienten...
  3. Asthma-Lexikon: B B Beta2-Sympathomimetika Hierbei handelt es sich um Bronchien-erweiternde Medikamente, die...
  4. Epidemiologisch Epidemiologisch heißt: „die Epidemiologie betreffend“. Die epidemiologische Lehre ist die...
  5. Pneumologe / Pneuomologie Ein Pneumologe ist ein Arzt auf dem Gebiet der Lungenheilkunde...

Kommentare sind geschlossen.