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Aminophyllin

Aminophyllin ist ein Arzneistoff der Gruppe der Methylxanthine, ein Salz des Theophyllins. Theophyllin und Aminophyllin werden in der Behandlung von Asthma bronchiale sowie von COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) eingesetzt, dabei handelt es sich um Bronchospasmolytika. Aminophyllin wirkt schwächer und kürzer (Halbwertszeit im Blutplasma: 7 bis 9 Stunden) als Theophyllin und wird deshalb heute nur noch sehr selten eingesetzt.

Darüber hinaus stimuliert Aminophyllin das zentrale Nervensystem und die Bildung von Magensäure. Als Nebenwirkung kann eine Tachykardie auftreten (anhaltend beschleunigter Puls).

Aminophyllin ist unter folgenden Handelsnamen erhältlich:

  • Aminomal (I)
  • Aminophyllin Amino (CH)
  • Euphyllin (A)
  • Theophylline-Ethylenediamine (D)

Wie wirkt Aminophyllin?

Der Wirkstoff entspannt die glatte Muskulatur in den Atemwegen, erweitert die Bronchien, regt die Atemmuskulatur an und kann verhindern, dass körpereigene Entzündungsstoffe verhindert werden. Dies macht es für Asthma- und COPD-Patienten zu einem grundsätzlich sinnvollen Arzneimittel, es lindert die Atemnot und den Husten.

Aminophyllin kann als Monopräparat bei akuten Asthmaanfällen angewendet werden, bei eher schwerem Asthma wird es meist mit Glukokortikoiden und Beta-2-Adrenozeptor-Agonisten kombiniert. Dann hilft es vor allem bei der Vorbeugung und Linderung nächtlicher Atembeschwerden.

Für COPD-Patienten wird Aminophyllin ebenfalls kombiniert, und zwar mit Wirkstoffen vom Typ Anticholinergika und Beta-2-Adrenorezeptor-Agonisten.

Aminophyllin wirkt bei Kindern und bei Rauchern kürzer und muss bei diesen Patienten höher dosiert werden. Verlängert ist die Wirkung hingegen bei Menschen über 60 sowie bei Säuglingen, entsprechend muss die Dosis hier herabgesetzt werden.

Aminophyllin benötigt eine engmaschige Kontrolle durch den Arzt, um zu hohe Dosierungen und dadurch drohende Nebenwirkungen zu verhindern.
 


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