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Altersakne

Altersakne (Acne rosacea, Rosazea, Kupferrose) tritt bei Vierzig- bis Fünfzigjährigen auf und verdankt seinen Namen den entzündlichen und an Akne erinnernde Hautveränderungen. Männer und Frauen sind gleichermaßen häufig betroffen, bei Männern verläuft die Erkrankung im Durchschnitt jedoch schwerer.

Bei der Altersakne kommt es zu Hautgefäßerweiterungen im Gesicht, die die Haut lila-rot aussehen lassen können. Zudem können sich Haarfollikel entzünden und Talgdrüsen vermehrt Talg produzieren.

Die Altersakne verläuft in der Regel schleichend und in drei Stadien, kann aber in jedem Stadium dauerhaft verweilen:

  • 1. Plötzlich auftretende Gesichtsrötungen („Flushs“),  häufig nach Temperaturveränderungen, Kaffee- oder Alkoholkonsum, körperlicher Anstrengung oder scharfen Speisen. Verschwinden nach einer Weile wieder von selbst.
  • 2. Zusätzlich Gefäßerweiterungen an Nase und Wangen, die nicht mehr verschwinden. Können sich über Monate und Jahre über das gesamte Gesicht ausbreiten.
  • 3. Zusätzlich entzündliche Papeln und Pusteln. Dabei handelt es sich um akneähnliche, rote Knötchen auf der Haut, die mit Eiter gefüllt sind.

Jeder zehnte von der Altersakne betroffene Mann bekommt eine rote „Knollennase“ (Rhinophym). Stark vergrößerte Talgdrüsen produzieren dann übermäßig viel Sekrete und lassen die Nase höckrig und schwammig erscheinen. In fünf Prozent aller Fälle sind auch die Augen betroffen, erkennbar an Bindehautentzündungen bis hin selten auftretenden Hornhautschädigungen, die schlimmstenfalls zur Erblindung führen können. Während die Hautveränderungen eher harmlos sind, liegt in den Gefahren für die Augen der Grund für regelmäßig notwendig werdende Kontrollen durch den Arzt.

Die Ursachen der Altersakne sind bis heute nicht ganz klar. Die Gene scheinen eine Rolle zu spielen – die Erkrankung wird wahrscheinlicher, wenn nahe Verwandte ebenfalls von ihr betroffen sind. Als Risikofaktoren gelten vor allem Alkohol und Rauchen, Kaffee, scharfe Gewürze ein gestörter Magen-Darm-Trakt und raues Wetter.

Zur Behandlung können Antibiotika, Metronidazol, Retinsäure, Lasertherapie oder chirurgische Eingriffe zum Einsatz kommen. Cortison hingegen wird bei dieser Hautkrankheit nicht verordnet – es kann das Hautbild verschlechtern. Darüber hinaus ist eine milde Gesichtsreinigung ohne alkoholhaltige Lotionen, gesunde Ernährung und ausreichend Sonnenschutz sinnvoll. Siehe auch Rosacea – Homöopathie.
 


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