});

Alternative Heilmethoden und die Möglichkeiten zur Kostenerstattung

Alternative Heilmethoden und Naturheilverfahren stehen bei vielen Patienten aktuell hoch im Kurs. Einige ziehen diese der klassischen Schulmedizin vor. Laut einer Umfrage von YouGov gehen 13 Prozent der Befragten regelmäßig zum Heilpraktiker. Dabei kommt es auch auf die Erkrankung an, für die sich die Patienten Heilung versprechen. Für 38 Prozent der Befragten stellen Naturheilverfahren eine echte Alternative dar, wenn es um Migräne geht, bei Hauterkrankungen sind es 32 Prozent, genauso viele wie bei Darmbeschwerden. Für 35 Prozent sind Rückenschmerzen ein Grund zum Heilpraktiker zu gehen. Bei schweren Erkrankungen, wie Krebs, sind es lediglich zehn Prozent, die sich einem Heilpraktiker anvertrauen würden.

Patienten haben häufig nicht die Mittel, den Heilpraktiker zu bezahlen

Die Kostenfrage ist oft eine Hürde, die Patienten davon abhält, alternative Heilmethoden in Betracht zu ziehen. Denn viele der gesetzlich Versicherten erhalten keine oder nur eine geringe Kostenerstattung, wenn sie sich von einem Heilpraktiker behandeln lassen möchten. Die eigenen Geldmittel reichen aber nicht aus, um die Behandlungsalternative in Anspruch zu nehmen. Bei einigen Hauterkrankungen sind die Schulmediziner ratlos, die Medikamente wirken nicht oder der Patient muss über einen langen Zeitraum ein Medikament einnehmen, das mit erheblichen Nebenwirkungen behaftet ist, wie beispielsweise Kortison. Wer nach einer Alternative sucht, findet diese häufig in der Krankenzusatzversicherung.

Die Krankenzusatzversicherung als Alternative

Hat der Patient großes Interesse an alternativen Behandlungsmethoden, gibt es die Möglichkeit einer Krankenzusatzversicherung mit eben diesem Leistungsspektrum abzuschließen. Von welchen Faktoren die monatlichen Kosten für eine Zusatzversicherung abhängig sind, zeigt www.krankenzusatzversicherung.de auf. Gerade für Familien sind Behandlungsalternativen eine Option, wenn die Kinder krank werden. Diese Behandlungen müssen Eltern normalerweise selbst bezahlen. Je nach Erkrankung kann das ganz schön ins Geld gehen. Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung besteht die Möglichkeit, sich zusätzlich abzusichern, um einen Teil der Kosten erstattet zu bekommen.

Allerdings haben auch die privaten Krankenversicherungen Bestimmungen, damit Patienten nicht von einem selbst ernannten Heiler über den Tisch gezogen werden. So müssen die Heilpraktiker, deren Kosten die Krankenzusatzversicherung übernimmt, beispielsweise Mitglied in einem bestimmten Berufsverband sein. Die Erstattung ist in der Regel auf einen bestimmten Prozentsatz pro Rechnung oder einen Maximalbetrag pro Jahr begrenzt. Häufig bieten die Versicherer hier Pakete an, die weitere Leistungen beinhalten. Versicherungsnehmer sollten darauf achten, dass die Kostenerstattung ausreichend hoch ist. Sonst kann es am Ende passieren, dass die jährlich zu zahlende Prämie höher ist, als die erstattungsfähigen Kosten. In diesem Fall wäre eine zusätzliche Versicherung überflüssig.

Wann erstatten die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten?

Wer mit seiner Hauterkrankung zum Heilpraktiker geht, erhält von der Krankenversicherung meist keine Kostenerstattung. Unter bestimmten Voraussetzungen können Patienten alternative Heilverfahren über die Krankenversicherung abrechnen, und zwar dann, wenn der Behandler ein studierter Mediziner ist, der eine Zusatzausbildung absolviert hat. Außerdem übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten, wenn eine medizinische Notwendigkeit für eine alternative Heilmethode besteht, weil beispielsweise die schulmedizinischen Möglichkeiten nicht helfen oder wenn die Heilungschancen bei chronischen Erkrankungen belegbar sind.

Wichtig ist dabei, dass der Patient im Vorfeld Rücksprache mit seiner Krankenkasse hält. Denn die Krankenversicherung kann die Kostenübernahme auch ablehnen. Dann muss der Patient die gesamten Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlen. Die Ablehnung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Das Budget übersteigt die Therapiekosten der klassischen Medizin.
  • Das Budget übersteigt einen eventuell bestehenden Regelsatz für die vorliegende Erkrankung.
  • Die vorherige Rücksprache ist nicht erfolgt.
  • Wiederholte Akupunkturen, die laut einem Bericht auf www.apotheken-umschau.de bei vielen Krankheitsbildern helfen, und längerfristige Heilverfahren zahlt die Krankenversicherung meist nicht.

Versicherungsvertrag prüfen

Patienten die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten vorab ihren Versicherungsvertrag genau prüfen, bevor sie alternative Behandlungen in Erwägung ziehen oder in Anspruch nehmen. Manche Krankenversicherungen haben bereits einen Katalog an alternativen Behandlungen oder an Erkrankungen, für die eine Kostenerstattung gewährt wird. Das steigende Interesse der Patienten hat dazu geführt, dass viele Krankenversicherungen mit sich reden lassen und am Ende die Kosten übernehmen.
 

Abbildung 1: pixabay.com ©  (Pixabay-Lizenz)
 


Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Heuschnupfen: Klassische und alternative Behandlungsmöglichkeiten Wenn der Frühling vor der Tür steht, freuen sich alle...
  2. Mittel gegen Fußpilz – welche Möglichkeiten gibt es? Er ist unangenehm und alles andere als attraktiv. Dabei...
  3. Die wichtigsten Infos zur privaten Krankenversicherung Viele Menschen kennen sie, manche haben sie bereits, wiederum andere...
  4. Beantragung einer Kur bei Neurodermitis – Antrag und Kostenübernahme Eine Kur bei Neurodermitis ist häufig eine wirkungsvolle und zum...
  5. Alternative Allergie-Behandlungen Neben der Schulmedizin werden auch zunehmend alternative Heilmethoden angepriesen, die...

Kommentare sind geschlossen.