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Aloe Vera gegen Neurodermitis?

Aloe Vera bei Neurodermitis – hilfreich oder Humbug? jucknix schaut genauer hin.

Die Pflanze Aloe Vera wird in den letzten Jahren immer häufiger als Mittel bei diversen Erkrankungen angepriesen, unter anderem auch bei Hautkrankheiten wie der Neurodermitis. Die Wirkstoffe werden aus den Blättern der kakteenähnlichen Pflanze gewonnen, wobei zwei Produkte unterschieden werden:

  • Aloe-Gel: die Blätter werden geschält, der sich im inneren der Blätter befindliche Kern wird mit Wasser herausgelöst, wodurch eine durchsichtige, nahezu farblose, viskose Masse hervortritt. Neben den 90 Prozent Wasser besteht sie aus sauren Heteropolysacchariden, die sich wiederrum zusammensetzen aus D-Glucose und D-Mannose. Zudem können einfache Zucker (Mannose, Galactose, Xylose, …) sowie Vitamine, Amylase, Aminosäuren, Salicylsäure, Lipase oder alkalische Phosphatase enthalten sein, in Spuren auch Aloin und Aloe-Emodin.
  • Aloe-Latex („Aloe-Saft“): wird aus den äußeren Teilen der Blätter gewonnen, enthält auch die stark laxierenden Anthrachinone Aloin A und B.

Oft werden die Produkte nicht sauber getrennt, wodurch auch Gele Anthrachinone enthalten können. Allerdings sollen die modernen Herstellungsverfahren dafür sorgen, dass die Gele tatsächlich frei von diesen Substanzen sind.

Aloe Vera bei Neurodermitis

Die Heilpflanze Aloe Vera wird in Form von Aloe-Gel bei verschiedenen Symptomen und Erkrankungen eingesetzt, aus denen sich auch die Eignung für Neurodermitis ableiten lässt:

  • Entzündliche Hauterkrankungen
  • Wunden
  • Verbrennungen
  • Hautreizungen
  • Allergien
  • Sowie: Infektionen, Krebs, Diabetes, Ulcera, Herzkrankheiten, rheumatisches Fieber

Der Aloe-Saft wird vor allem als Abführmittel verwendet sollte auf keinen Fall während der Menstruation, Schwangerschaft oder Stillzeit verwendet werden, ebenso nicht bei Hämorrhoiden oder Entzündungen der Niere. Zudem sollte der Saft nicht über zwei Wochen eingenommen werden.

Uns liegen keine Studien zur Wirksamkeit der Aloe Vera gegen Neurodermitis vor. Dafür gibt es eine Reihe von Untersuchungen und Anwendungsempfehlungen für ähnliche Erkrankungen, an denen wir uns orientieren können:

  • Dermatitis: 44 Erwachsene mit seborrhoischer Dermatitis wurden in einer randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie untersucht – Besserung bei 60% (ggü. 20% der Placebo-Gruppe)
  • Schuppenflechte: 60 Erwachsene mit Schuppenflechte wurden in einer randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudie untersucht (Creme mit 0,5%-Aloe-Vera-Extrakt) – 83% sollen innerhalb eines Monats dauerhaft kuriert wurden sein (6,6% bei der Placebo-Gruppe). Die Studie kommt aus Pakistan und legt aus verschiedenen Gründen Zweifel nahe.
  • Wundheilung: verschiedene Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen, mal schien Aloe-Vera-Gel die Wundheilung zu beschleunigen, mal sogar zu verlangsamen

Unsere Einschätzung: einen Versuch ist es durchaus wert, wir können aber mangels eindeutiger Ergebnisse aus der Wissenschaft keine klare Empfehlung aussprechen.

Aloe Vera bei Neurodermitis – Erfahrungen

Diskussionen und Erfahrungsberichte von Neurodermitis-Patienten, die Aloe Vera ausprobiert haben, findet ihr zum Beispiel hier:


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