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Allergische Reaktion im Gesicht

Die allergische Reaktion im Gesicht ist ein häufiges Symptom diverser Allergien – und sie betrifft immer mehr Menschen. Schließlich breiten sich allergische Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten alarmierend stark aus.

Allergische Reaktionen im Gesicht zeigen sich vor allem in folgender Weise:

  • Allergische Reaktion der Schleimhäute von Nase oder Augen: tränende und gerötete Augen, Fließschnupfen oder verstopfte Nase wie bei allergischer Konjunktivitis oder Heuschnupfen
  • Allergische Hautreaktionen: Rötungen, Quaddeln, Juckreiz, Brennen, geweitete Blutgefäße, Schwellungen, Spannungsgefühle, Schuppungen

Die Reaktionen können dabei auch andere Teile des Körpers gleichzeitig betreffen: die Atemwege, den gesamten Kreislauf (Anaphylaxie), oder den Magen-Darm-Trakt.

Zwar ist die empfindliche Gesichtshaut durch ihren Säuremantel gegen äußere, schädliche Einflüsse recht gut geschützt, dafür wird sie jedoch auch rund um die Uhr strapaziert: Wind und Wetter, Sonne und klirrende Kälte sowie Schadstoffe aus der Luft wirken auf sie ein, von innen zudem Stress und Übermüdung, Medikamente, falsche Ernährung, zu geringe Versorgung mit Flüssigkeit … und nicht zuletzt: Kosmetikprodukte.

Kein Wunder also, dass die allergische Reaktion im Gesicht auftreten kann – trotz des Schutzmantels.

Allergische Reaktion im Gesicht – Ursachen

Welche Allergien gegen welche Substanzen vorliegen, muss der Hautarzt (Dermatologe) abklären. Dazu bedient er sich diverser Hauttests, die sich in Bluttests und Hauttests untergliedern lassen.

Die möglichen Ursachen betreffen Allergene aus der Luft (z.B. Pollen), aus der Nahrung, aus Medikamenten oder Substanzen und Materialien, mit denen die Gesichtshaut direkt in Berührung kommt (Kleidungsstücke, Kosmetika, Nickel, Insektengifte).

Bei den Kosmetika sind es insbesondere Duftstoffe und Konservierungsstoffe, aber auch ätherische Öle und andere Pflanzenbestandteile, die zu allergischen Reaktionen im Gesicht auslösen. Daneben gibt es jedoch viele weitere Substanzen, die zu Allergien führen können.

Beim ersten Kontakt mit einer Substanz kommt es bei der Entstehung von Allergien zur Sensibilisierung: das Immunsystem hält den Stoff für gefährlich und bildet Antikörper. Beim nächsten Kontakt werden entzündliche Prozesse ausgelöst, die die typischen Beschwerden hervorrufen.

Welche Menge des Allergens nötig ist, um zu Symptomen zu führen, hängt vom jeweiligen Allergen und vor allem individuell vom Patienten ab.

Übrigens ist längst nicht jeder Ausschlag im Gesicht durch eine Allergie begründet – Schätzungen zufolge ist nur jedes fünfte allergische Ekzem ein allergisches. Die meisten dieser Hautveränderungen resultieren nicht aus einem überschießenden Immunsystem, sondern durch:

  • Säuren
  • Lösungsmittel
  • Laugen

Meist entstehen allergische Reaktionen erst einige Stunden, teils auch erst zwei Tage nach dem Allergenkontakt, während durch Schadstoffe bedingte Hautausschläge meist sofort auftreten.

Ein Ausschlag im Gesicht kann darüber hinaus eine fast unüberschaubare Anzahl von Gründen haben, die mit Hauterkrankungen (siehe auch Hauterkrankungen-Bilder) und anderen Erkrankungen zusammenhängen – Neurodermitis, Schuppenflechte, das seborrhoische Ekzem, Rosacea (z.B. nach scharfem Essen oder Alkoholkonsum), Akne, Nesselsucht (z.B. nach Kontakt mit Hitze oder Kälte, Wasser oder etwas anderem).

Häufig bleiben die Ursachen trotz umfassender Diagnostik im Verborgenen. So gibt es zum Beispiel das sogenannte „Stinging“, ein brennendes und stechendes Gefühl auf der Gesichtshaut ohne jegliche weitere Anzeichen von Reizung oder Entzündung.

Allergische Reaktion im Gesicht – Was hilft?

Die Therapie allergischer Reaktionen – auch solcher im Gesicht – richtet sich nach den Ursachen und Beschwerden. Im Mittelpunkt steht meist die Vermeidung des Allergens.

Der Arzt wird dazu verschiedene Allergietests durchführen, mit denen die verantwortlichen Substanzen identifiziert werden sollen.

Ist dies nicht möglich, dann müssen andere Erkrankungen gefunden bzw. ausgeschlossen und ggfs. behandelt werden.

Gegen die Beschwerden helfen zum Beispiel Antihistaminika oder Mittel mit Cortison bzw. Hydrocortison.

Da trockene Haut zu allergischen Reaktionen neigt, sollte diese reichhaltig gepflegt und versorgt werden – aber nicht mehr als zweimal täglich gewaschen.

Verwendete Reinigungsprodukte und Kosmetika sollten allergenfrei sein und keine aggressiven Reizstoffe wie Seife enthalten. Besser geeignet sind saure, seifenfreie Syndets für trockene und empfindliche Haut.

Auf Peelings sollte verzichtet werden, ebenso auf das Einweichen der Haut und grundsätzlich auf heißes Wasser im Gesicht.
Kratzen sollte man ebenfalls bestmöglich vermeiden, besser hilft es, die juckende Haut zu kühlen.

Man kann die Hautrötungen abdecken, sollte dabei jedoch allergenfreie Mittel nutzen und die Kosmetik am Abend gründlich entfernen.
 


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