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Allergische Diathese

Als allergische Diathese wird die Neigung des Körpers zu einer bestimmten Krankheit (hier: Allergie) oder einem bestimmten Symptom (allergischen Reaktionen).

Anders als der Begriff „Disposition“ meint die Diathese ausschließlich Erkrankungen eines spezifischen Organsystems.

So leiden Atopiker zum Beispiel unter einer Neigung zu den allergischen Erkrankungen Allergie, Heuschnupfen / Asthma und Neurodermitis. Da hier sowohl die Haut, als auch die Atemorgane betroffen sein können, ist die allergische Diathese kein korrekter Begriff für die Atopie.

Doch auch für die Atopie gibt es eine Diathese:

  • Die atopische Diathese meint die genetisch bedingte Neigung zur Atopie
  • Die allergische Diathese meint nur die Neigung zu Allergien

Allergische Diathese – Ursachen und Entstehung

Die allergische Diathese, also die Neigung zu Allergien, nimmt seit einigen Jahrzehnten drastisch zu. Dabei reagiert das Immunsystem der Betroffenen zum Teil massiv über, wenn es mit an sich harmlosen Allergenen in Kontakt kommen, zu denen unter anderen folgende gehören:

  • Nahrungsmittel wie Erdnüsse
  • Hausstaubmilben
  • Pollen wie die Birkenpolle
  • Duftstoffe
  • Konservierungsstoffe

Die allergische Diathese ist eine Frage der erblichen Veranlagung. Sowohl schädliche Umwelteinflüsse (Rauchen, …), als auch Kontakte zu Allergenen, als auch psychische Belastungen können eine Allergie erstmals ausbrechen lassen.

Die genauen Abläufe hinter der Allergie, Asthma und Hauterkrankungen wie Neurodermitis sind noch immer nicht vollständig geklärt. Beteiligt sind daran aber auf jeden Fall bestimmte Botenstoffe wie die Zytokine, die zur Histaminausschüttung im Körper führen, wenn man in Kontakt mit der Allergen kommt. Die Histaminausschüttung führt wiederrum zu den typischen entzündlichen Allergie-Symptomen: Hautrötungen, Juckreiz, Schnupfen, Niesreiz, Atembeschwerden etc.

Fest steht weiterhin: eine allergische Diathese muss nicht zum Ausbruch einer Allergie führen, tut sie es aber, ist die Allergie nicht heilbar. Allerdings gibt es Verfahren wie die Hyposensibilisierung, mit der das Immunsystem wieder deutlich ins Gleichgewicht gebracht werden kann.

Eine schwere allergische Diathese kann für den Betroffenen sehr gefährlich werden, dann reichen bereits kleinste Mengen des Allergens (zum Beispiel der Erdnuss-Staub, der vom Sitznachbarn unsichtbar hinüberfliegt, wenn dieser Erdnüsse verspeist).

Das Allergie-Risiko hängt von den Genen ab

…. wie die folgende Übersicht zeigt.

Je stärker die Allergien also in einer Familie verbreitet sind und je näher man mit einem Allergiker verwandt ist, umso höher das Risiko, selbst eine Allergie zu erleiden.

In der frühen Kindheit haben Jungs doppelt so häufig eine Allergie wie Mädchen, unter den erwachsenen Allergikern und Asthmatikern gibt es jedoch mehr Frauen als Männer.
 


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