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Allergietest – Hauttests

Mit Hauttests können vor allem sogenannte IgE-vermittelte Allergien diagnostiziert werden, also solche, bei denen der Körper auf Allergene mit der Bildung von Antikörpern reagiert. Diese IgE-Antikörper sind spezifisch: je nachdem, auf welchen Stoff der Organismus reagiert, produziert er einen ganz bestimmten Antikörper.

Unterschieden werden Hauttests in:

  • Reibtest
  • Pricktest (Stichtest)
  • Scratchtest (Kratztest / Ritztest)
  • Intracutantest
  • Epikutantest (Pflastertest) – kann zum Teil auch bei nicht-IgE-vermittelten Antikörpern helfen

Mehr zu den einzelnen Hauttests unter Allergietests.

Ein negatives Testergebnis bedeutet, dass zu 90% keine Allergie auf das getestete Mittel existiert – sofern es sich um eine IgE-vermittelte Allergie handelt, also um eine Allergie, bei der der Körper Antikörper bildet. Dass der Test negativ ausfällt, obwohl eine Allergie besteht, kommt fast nur bei Säuglingen in den ersten sechs bis neun Lebensmonaten vor.

Bei einem positiven Befund müssen weitere Tests folgen, da der Hauttest dann nur aussagt, dass die Möglichkeit einer Allergie besteht. Der Test beweist zwar, dass der Patient IgE-Antikörper gegen das getestete Allergen hat (Hautreaktion). Allerdings kann es gut sein, dass zum Beispiel Nahrungsmittel trotzdem ohne allergische Reaktionen genießbar sind. Das kann daran liegen:

  • Es gibt nur eine geringe Anzahl von IgE-Antikörpern. Im normalen Leben reichen diese nicht aus, um zu allergischen Reaktionen zu führen
  • Kreuzreaktionen: wenn ähnliche Proteine anderer Lebensmittel Ursache für den positiven IgE-Test sind. Beispielsweise kann ein Test auf Weizen positiv ausfallen, obwohl eigentlich nur eine Allergie gegen Gräserpollen besteht.

Unterm Strich stellen sich fast 60% aller positiven Hauttests nach weiteren Tests als falsch heraus. Hauttests sind zwar ein wichtiger Bestandteil der Allergie Diagnose, reichen allein aber oft nicht aus und müssen daher mit weiteren Allergietests ergänzt werden.

Noch problematischer ist allerdings die Gefahr, die ein Hauttest mit sich bringen. Hochgradig allergische Personen können schwere allergische Reaktionen erleiden, bis hin zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Derartig schlimme Reaktionen treten jedoch nur in ungefähr 30 Fällen bei 100.000 Tests auf.

Vorteile der Hauttests:

  • kostengünstig
  • schnelles Ergebnis
  • Epikutantest ist der einzige Allergietest für Allergien vom Typ IV

Nachteile der Hauttests:

  • Bei Personen, die besonders starke Allergien haben, ist der Hauttest nicht ganz ungefährlich
  • Auch bei regelmäßigen Tests können über den Allergieverlauf keine Aussagen getroffen werden
  • Bestimmte Medikamente müssen im Vorfeld abgesetzt werden, um den Test nicht zu verfälschen, das kann zum Beispiel bei unbedingt benötigten Antihistaminika schwierig sein
     

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