});

Allergiepass und internationaler Allergiepass

Der Allergiepass, idealerweise ständiger Begleiter eines schwerwiegend betroffenen Allergikers, kann im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Aber nur dann, wenn er richtig ausgefüllt ist. Und bei Reisen ins Ausland von einem internationalen Allergiepass ergänzt werden.

Der Allergiepass ist ein anerkanntes, medizinisches Dokument. Er soll dem Notarzt, Arzt oder Apotheker schnell zeigen, welche Unverträglichkeiten der Patient hat, damit einerseits falsche Behandlungen vermieden werden können und andererseits auch die Ursache im Notfall schneller erkannt werden kann.

Wer unter einer ernsthaften, lebensbedrohlichen Allergie leidet – in erster Linie gegen Insektenstiche oder Medikamente – der braucht einen Allergiepass und sollte ihn auch stets bei sich tragen.

Doch auch Nahrungsmittel-, Kontakt- oder Pollenallergiker sind gut beraten, sich einen Allergiepass zu besorgen. Wer nur mal ein paar Pickel bekommt oder einen leichten Heuschnupfen hat, braucht nach Meinung von Experten keinen Allergiepass.

Einen einheitlichen, verbindlichen Standard wie beim Impfpass gibt es leider nicht. Ärzteverbände und Arzneimittelherstellern geben so Allergiepässe in ganz unterschiedlichen Farben und Formen heraus, teils kostenpflichtig, teils kostenlos. Einen “falschen” Allergiepass gibt es hingegen nicht – entscheidend ist, dass er richtig ausgefüllt ist, knapp und übersichtlich.

Hier gibt es kostenlose Allergiepässe zum Download, siehe Allergiepass Download.

Was wie rein muss

Jeder kann seinen Allergiepass von seinem Arzt ausfüllen lassen. Die gefährlichsten Allergien – zum Beispiel Penicillin oder Insektengift – sollten immer ganz oben stehen. Danach folgen die weniger schweren Allergien.

Aufgeführt werden im Allergiepass Substanzen, auf die der Betroffene allergisch reagiert, und teilweise auch Produkte wie zum Beispiel Kosmetika, die diese Substanzen, also Allergene, enthalten. Ebenso wird das Ergebnis eines Allergietests vom Arzt eingetragen, sofern es sich um ein eintragungspflichtiges Testergebnis handelt, das auf eine tatsächliche Gefahr für den Patienten schließen lässt.

Zusätzlich sollte der Arzt im Pass eintragen, wie genau die allergische Reaktion abgelaufen ist: handelt es sich um eine Soforttyp-Allergie oder kam die Reaktion erst Stunden später? War sie lebensbedrohlich?

Was nicht rein soll

Details zu den Allergenen haben im Allergiepass nichts verloren. Woher das Allergen kommt oder wie es vermieden werden kann – dazu sollten also keine Anmerkungen zu finden sein. Auch die Hausstaubmilbenallergie oder schwache Nahrungsmittel-, Kontakt- oder Pollenallergien brauchen nicht eingetragen werden.

Internationaler Allergiepass

Da man sich auf Reisen im Ausland nicht darauf verlassen kann, dass der Arzt Deutsch spricht, sollten Allergiker einen internationalen Allergiepass bei sich führen. Auch hier gibt es keine einheitliche Form und zahlreiche Anbieter.

Bei Medilang zum Beispiel gibt es das Dokument in zehn Sprachen, nämlich in Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italien­isch, Kroatisch, Portugiesisch, Spanisch und Türkisch. Man wählt seine Beschwerden auf der Website des Anbieters aus und kann sich die übersetzte Variante dann entweder selbst zu Hause ausdrucken oder liefern lassen. Eine Sprache kostet 4,95 Euro. Für 9,95 Euro bekommt man den Pass in zwei oder auch allen zehn verfügbaren Fremdsprachen.

              
 

 


Das könnte Dich auch interessieren:

  1. Allergiepass Download Jeder Betroffene einer schweren Allergie sollte einen Allergiepass bei sich...
  2. Urlaub mit Allergien oder Neurodermitis – Startklar sein (1/9) 1. Tipp: Starklar sein Internationalen Allergiepass einstecken (siehe auch...
  3. Allergieschock Allergieschock ist ein umgangssprachlicher Begriff für den „anaphylaktischen Schock“, eine...
  4. Allergie Diagnose – Krankengeschichte vorbereiten Wer bereits vorm Gang zu Arzt niederschreibt, wann welche Symptome...
  5. Symptome von Scheidenpilz Typische Symptome von Scheidenpilz (Vaginalmykose) sind Hautrötungen, Brennen und Juckreiz....

Eine Antwort zu “Allergiepass und internationaler Allergiepass”

  1. Monika Hunziker sagt:

    Können Sie den Pass auch in die Schweiz schicken?

Dein Kommentar

*