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AllergieMobil

Das AllergieMobil ist eine Initiative vom Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V., dem DAAB. Damit will der Verein den immer zahlreicher werdenden Betroffenen von Allergien, Asthma, Neurodermitis, Kontaktekzemen, Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelintoleranzen vor Ort helfen. Zur Orientierung: heute sind 15% aller Deutschen von Heuschnupfen betroffen, 60% von ihnen leiden unter Kreuzallergien und vertragen kein frisches Kernobst und Steinobst.

Inzwischen ist das AllergieMobil seit 16 Jahren (1997) unterwegs. Inzwischen sind es sogar drei mobile Beratungsstellen, die jährlich etwa 150 Standorte besuchen.

Menschen kommen zum regelmäßig durch Deutschland tourenden AllergieMobil, weil sie entweder erstmals in ihrem Leben allergische Symptome hatten, etwa im Rahmen einer neuen Pollenallergie, oder aber weil sie oder ihre Kinder schon lange Zeit betroffen sind von Allergien, Asthma und Neurodermitis. Hier werden wichtige Informationen vermittelt zu Krankheitsbildern, Diagnostik, Behandlung sowie Alltagstipps und erste mögliche Ursachen allergischer Beschwerden abgeklärt. Im Vordergrund stehen praktische Tipps, die Vermittlung von Schulungen und Ansprechpartnern.

Pro Saison kommen etwa 65.000 bis 80.000 Menschen zum AllergieMobil, um sich beraten zu lassen. Oft finden die Veranstaltungen im Rahmen von Gesundheitstagen in Unternehmen sowie bei Aktionstagen in Gesundheitsämtern, Krankenkassen, Schulen, Ärztehäusern oder Apotheken statt.

AllergieMobil – Wichtige Aufklärung vor Ort

Wie der DAAB betont, ist eine Beratung wichtig, viel zu viele Betroffene unterschätzen die allergischen Erkrankungen nämlich noch immer. Dann werden Fließschnupfen und Augenjucken im Sommer während der Pollensaison einfach irgendwie „überstanden“ (a la „Ich nehme so wenig Medikamente wie möglich!“) oder notfalls beliebige Produkte in der Apotheke gekauft.

Allerdings kann ein nicht ausreichend behandelter Heuschnupfen schlimme Konsequenzen haben: er kann sich von den oberen Atemwege (Nase, Rachen) und den Augen nach unten als „Etagenwechsel“ entwickeln und zu Asthma führen. Etwa 30% all jener, die die Krankheit verharmlosen und nicht behandeln lassen, erkranken an Asthma bronchiale.

Die Symptome über Jahre auszuhalten ist außerdem – gerade beim Heuschnupfen – gar nicht nötig. Mittels Hyposensibilisierung lässt sich die Allergie nämlich sehr oft innerhalb von drei bis vier Saisons deutlich einschränken bis hin zur Beschwerdefreiheit. Bei dieser, der einzigen, ursächlichen Therapieform gegen Allergien wird das Immunsystem des Patienten nach und nach an das Allergen gewöhnt, bis es nicht mehr überreagiert – dann bleiben auch die Allergie-Symptome aus. Die Behandlung kann beim Arzt und / oder daheim ausgeführt werden mittels Spritze, Tabletten oder Tropfen und sollte auf keinen Fall ohne grundsätzliche Absprache mit einem Arzt erfolgen. Andernfalls drohen lebensgefährliche allergische Schocks, wenn man die Hyposensibilisierung in Eigenregie durchführen will.

Doch auch auf eine gegensätzliche Weise ist die Beratung sehr wichtig. Studien zufolge vermutet jeder dritte Deutsche eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -Allergie. Doch nur bei 3-4 Prozent der Getesteten lässt sich eine solche Erkrankung feststellen. Oft schränken scheinbar Betroffene ihre Ernährung massiv ein – und das völlig grundlos. Dies kann zu Mangelernährung und diversen Folgeerkrankungen führen.

AllergieMobil – Adressen und Termine

Die aktuellen Termine des AllergieMobils findet ihr immer hier: http://www.daab.de/termine/. Meist ist das Auto am Nachmittag für 2 Stunden da.
Wir sind jedenfalls sehr froh über diesen wichtigen Service des DAABs und können ihn, nach dem was wir darüber wissen und hören, sehr empfehlen.
 


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