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Akne Verbreitung und Ursachen

Akne ist die Hauterkrankung, die die meisten Menschen trifft. Zwischen 70 und 90 Prozent aller Jugendlichen leiden unter Pickeln, Mitessern und Pusteln. Jungs sind öfter und stärker betroffen als Mädchen. Bei beiden Geschlechtern verläuft die Akne jedoch meistens mild und verschwindet von selbst wieder, doch jeder Dritte entwickelt eine “klinische Akne”, also eine Akne, die ärztlich behandelt werden muss. Meist beginnt die Akne in der Pubertät zwischen dem 14. und dem 18. Lebensjahr und klingt dann im Alter zwischen 20 und 30 Jahren wieder ab.

Die Hautkrankheit entsteht, wenn sich die kleinen Talgdrüsen in der Haut entzünden, die die Ansätze der feinen Haare im Gesicht und am Oberkörper umgeben.

Akne tritt meist dann auf, wenn sich die Hormonwerte im Körper verändern. Sie hängt dabei vor allem von den männlichen Geschlechtshormonen, den Androgenen, ab. Daher spricht man bei der Akne von einer hormonbedingten Erkrankung. Hormonveränderungen finden in erster Linie in der Pubertät statt, aber auch im weiblichen Zyklus und in der Schwangerschaft. Während der Menstruation fettet die Haut außerdem auch stärker.

Wenn die männlichen Geschlechtshormone bei Mädchen und Jungen zunehmen, werden die Talgdrüsen dazu angeregt, mehr Hautfett zu produzieren (Seborrhoe). Bei Akne sind aber die Ausführungsgänge der Talgdrüsen verengt (Verhornungsstörung). Das Hautfett lässt sich somit schwerer ausscheiden. Talg sammelt sich, und weiße Knötchen, die Mitesser oder Komedone, entstehen, teilweise mit schwarzem Punkt in der Mitte.

Die Knötchen können sich durch Infektionen mit Bakterien (Propionibacterium acnes und Staphylococcus epidermidis) entzünden, welche sich vom Hautfett ernähren. Wird das Hautfett abgebaut, dann bilden sich Fettsäuren und Abfallprodukte. Diese reizen die Talgdrüsen und rufen Entzündungen hervor. Dann bilden sich zunächst wunde, rote Knötchen, die sich kurz darauf zu Pickeln mit einem Eiterpropf entwickeln. Die Entzündungen können ein paar Tage bis mehrere Wochen bestehen. Für die Entstehung der Akne ist keine übermäßige Besiedlung der Bakterien notwendig, für den Verlauf der Hautkrankheit spielen sie jedoch eine wichtige Rolle.

Neben den Hormonen gelten auch die Gene als eine der wichtigsten Akne-Ursachen. Gene und Hormone zählen zu den endogenen Verursachern der Akne.

Die Akne entsteht oder verschlimmert sich außerdem häufig durch äußere Auslöser, die "exogenen Verursacher":

 

  • Komedogene Stoffe: diese Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten fördern die Bildung von Bildung von Komedogenen, indem sie den Abtransport des Talgs nach draußen behindern.
  • Manche Arzneimittel und Chemikalien
  • Die Arbeit in einem Umfeld mit hoher Feuchtigkeit, vielen Fetten oder Ölen und Chlorwasser
  • Ernährung: Vor allem Süßigkeiten sowie Kuhmilchprodukte sorgen für eine erhöhte Insulinausschüttung, die das Hautbild verschlechtert. Die sogenannte hochglykämische Ernährung mit Schokolade, Honig, Marmelade etc. sollte also eingeschränkt oder vermieden werden
  • Rauchen
  • Stress und psychische Belastungen
  • Auch das Ausdrücken der Pickel verschlimmert den Krankheitsverlauf

 

 

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