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Akne conglobata

Die Akne conglobata (Acne conglobata) ist die schwerste aller Formen der Akne. Sie muss unbedingt ärztlich behandelt werden. Bei der Akne conglobata entstehen Entzündungen sowie entzündete Knoten und Fistelgänge, die mitunter stark schmerzen können. Auch für die Psyche ist die Hauterkrankung aufgrund ihres deutlich krankhaften Erscheinungsbildes eine teils massive Belastung.

Anders als bei den meisten anderen Formen von Akne bleiben hier sehr häufig Narben zurück.

Betroffen sind vor allem Rücken, Achselhöhlen, Leistengegend und die Haut rund um den After (siehe auch Abszess am After). Tritt die Akne conglobata im Gesicht auf, dann meist an den Schläfen sowie im unteren Bereich der Wangen.

Auf keinen Fall dürfen Betroffene an den Knoten und Abszessen (siehe Abszess Bilder) herumdrücken, sonst drohen schlimme Infektionen – im Gesicht kann es zum Beispiel zu gelähmten Augenmuskeln kommen, auch Blutvergiftungen drohen. 

Akne conglobata – Ursachen und Verbreitung

Die Ursachen der Akne conglobata sind noch unklar. Vermutet wird, dass die Erkrankung ähnlich wie andere Formen der Akne durch hormonelle Einflüsse entsteht. Grund zu dieser Vermutung gibt die Tatsache, das Bodybuilder nach der Einnahme von Androgenen oder Anabolika oft schon nach wenigen Wochen eine Akne conglobata erleiden.

Daneben könnten auch Störungen im Immunsystem eine Rolle spielen.

Überwiegend tritt die Krankheit bei jungen Männern auf, beginnend in der Pubertät, teils auch erst mit dem 20. Lebensjahr. Im Laufe der Zeit verstärkt sie sich in der Regel, bevor sie meist im frühen Erwachsenenalter abheilt, seltener auch erst im vierten Lebensjahrzehnt, noch seltener bleibt sie lebenslang bestehen.

Akne conglobata – Symptome

Die typischen Symptome der Akne conglobata sind schmerzhafte Knoten mit einem Durchmesser von über einem Zentimeter, die zunächst hart sind und bis tief in die Haut reichen können – wo sie teils verschmelzen und abszedierende Fistelgänge bilden: ein System aus Gängen, aus dem sich regelmäßig eitriges Material entleert. Die Rückbildung dieser Hautveränderungen dauert Monate und hinterlässt sehr häufig Narben.

Die Symptome können überall dort auftreten, wo Mitesser entstehen können. Bei Acne conglobata treten sie vorwiegend an Brust, Rücken und im Gesicht auf, teils auch an den Oberschenkeln, Unterarmen, Achselhöhlen, am Nacken und in der Leisten- und Analgegegend.

Akne conglobata – Behandlung

Die Medikamente werden aufgrund der Schwere der Erkrankung oft systemisch verabreicht, sodass sie nicht nur auf der Haut, sondern im gesamten Körper wirken.

Die Therapie der Akne conglobata basiert vor allem auf folgenden Medikamenten:

  • Azelainsäure
  • Benzyolperoxid (z.B. Sanoxit, Cordes, Benzaknen)
  • Retinoide (z.B. Isotretinoin, Roaccutan): Vitamin-A-Säure-Präparate, das die Bildung von Mitessern sowie Entzündungen lindert und die Talgproduktion reduziert. Wird über mehrere Monate bis hin zu einem Jahr verabreicht, meist zweimal täglich zum fettreichen Essen. Über die beste Dosierung streiten sich Forscher und Hautärzte noch, bei niedrigeren Dosen scheint die Gefahr wiederkehrender Akne jedoch höher. Die Erfolgsaussichten sind bei dieser Behandlung sehr gut, etwa bei vier von fünf Patienten bessert sich die Haut nachhaltig, beginnend nach 2 bis 4 Wochen. So wirksam Retinoide sind, so stark sind auch ihre möglichen Nebenwirkungen: angefangen bei trockener Haut und Schleimhäuten, Schmerzen an Gelenken und Muskeln, Knochenveränderungen, Veränderungen im Blutbild (Leberwerte). Für Frauen im gebärfähigen Alter sind die Mittel nicht oder nur mit äußerster Vorsicht einsetzbar.
  • Cortison kombiniert mit Antibiotika (niemals jedoch kombinieren: Isotretinoin mit Tetracyclinen, sonst drohen Hirndrucksteigerungen)
  • DADPS: entzündungshemmende Arzneimittel als Alternative zu Cortison-Präparaten oder in Kombination mit diesen sowie Isotretinoin. Rauchen und intensiver Sport ist während dieser Therapie tabu.

Greifen die Medikamente nicht, können die Hautveränderungen ein- oder ausgeschnitten werden.

Ob eine Ernährungsumstellung mit wenig Fett, Zucker und Kohlenhydraten helfen kann, ist umstritten. Ergänzend zur Behandlung mit Medikamenten kann dies jedoch durchaus sinnvoll sein.

Alternative Heilmethoden wie die Homöopathie werden ebenfalls manchmal unterstützend eingesetzt.
 


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