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Adstringens

Adstringens (betont auf der dritten Silbe „gens“) heißen Mittel, die entzündungshemmend, blutstillend und austrocknend wirken, wenn sie auf die Haut oder Schleimhaut aufgetragen werden. Sie verdichten das sogenannte kolloide Gefüge. Das Wort stammt vom lateinischen „adstringere“, zu Deutsch: zusammenziehen, anziehen.

Mit Adstringentien werden Blutungen aus kleinen Blutgefäßen gestoppt oder juckende, nässende, entzündliche Hauterkrankungen wie Neurodermitis sowie allgemein Wunden behandelt. Auch in der Kosmetik kommt das Adstringens vor, insbesondere bei der Herstellung schweißhemmender Deos.

Unter Adstringens fallen zum Beispiel die folgenden Substanzen, die man damit auch als „adstringierende Stoffe“ bezeichnet:

  • Alaun und andere Oxidationsmittel
  • Silbernitrat und andere Metallsalze
  • Tannine (Gerbsäuren, Bestandteile natürlicher Gerbstoffe)
  • Toluol- und Phenolsulfonsäurepolykondensate

Das in der Weinsprache verwendete Wort Adstringenz bezeichnet die Fähigkeit eines Weins, beim Trinken ein raues oder pelziges Mundgefühl zu verursachen.
 


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