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Vater-Kind-Kuren

Vater-Kind-Kuren sind, wie die inhaltsgleichen Mutter-Kind-Kuren („Mukiku“), eine Sonderform der stationären medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation.

In der Regel umfassen Vater-Kind-Kuren 21 Tage. Bei erfüllten gesundheitlichen Voraussetzungen tragen die Kosten die gesetzlichen Krankenkassen, auch Privatversicherte im Basistarif haben einen Anspruch darauf. Zielgruppe der Vater-Kind-Kuren sind Väter, die ihr krankes Kind außerhalb des Alltags bei Vorsorge-Maßnahmen oder Therapien begleiten möchten. 

Vater-Kind-Kur: Voraussetzungen 

Die gesetzlichen Voraussetzungen einer Vater-Kind-Kur sind entsprechend der Mutter-Kind-Kur im SGB V § 24 und § 41 geregelt.

Demnach besteht ein Anspruch auf eine Rehabilitations-maßnahme, wenn:

  • damit eine Krankheit geheilt oder verbessert wird oder einer Verschlimmerung vorgebeugt wird

Anspruch auf Vater-Kind-Kuren als Vorsorge-Maßnahme besteht, wenn:

  • eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führt, beseitigt wird
  • damit einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung des Kindes entgegengewirkt wird
  • Krankheiten oder Verschlimmerungen einer bestehenden Krankheit vermieden werden kann
  • Pflegebedürftigkeit vermieden werden kann.

Inzwischen werden bei der Begutachtung auch Informationen zu den Eltern herangezogen: besteht ein hohes Krankheitsrisiko (Erschöpfungssyndrom, Unruhe, Angst, Mehrfachbelastung Beruf und Familie), ist dies ebenfalls ein Faktor.

Die Maßnahmen werden stets stationär erbracht.

Vater-Kind-Kur: Dauer und Kosten

Vater-Kind-Kuren und Mutter-Kind-Kuren sind auf drei Wochen (21 Tage) angelegt, aus medizinischen Gründen kann aber eine Verlängerung um eine Woche von der Krankenversicherung genehmigt werden. Wiederholt werden kann die Kur in der Regel erst nach vier Jahren – es sei denn, die Kur ist vorher aus medizinischen Gründen notwendig. Pro Kalendertag müssen die Eltern 10 Euro zuzahlen.

Vater-Kind-Kur: Der Aufenthalt

Die Väter nehmen aktiv an den Kurmaßnahmen des Kindes teil. Die Kurklinik erstellt dafür einen auf die Erkrankung ausgerichteten Behandlungsplan, der unter anderem Bewegungsprogramme und Physiotherapie, Ernährungsberatungen und weitere Schulungen sowie psychologische Gespräche beinhalten kann. Außerhalb der Ferien wird in manchen Kliniken auch „wissenserhaltender Unterricht“ für Schüler angeboten.

Die meisten Kurhäuser haben einen ganzheitlichen Ansatz aus schul- und alternativmedizinischen Therapien, psychologischer und pädagogischer Betreuung.

Für etliche Krankheitsbilder gibt es spezielle Schwerpunktkuren in vielen Kliniken, zum Beispiel bei Asthma oder Neurodermitis, ADHS oder Adipositas.
 


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