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Schafsmilch

Schafmilch (Schafsmilch) ist die Milch von Schafen. Schon im Altertum wurde sie von den Hirtenvölkern hergestellt, denn: das Schaf wurde bereits vor 8.000, lange vor der Kuh, als Nutztier gehalten, auch, weil Schafe weniger anspruchsvoll sind. So galten sie lange als „Kuh des kleinen Mannes“. In den 1980ern wurde Milchschafe im Kreise der Selbstversorger beliebt.

Für die Menge an Milch einer Kuh werden 22 Schafe benötigt. Die Schafe geben nur an etwa 150 Tagen im Jahr Milch, ein Teil von ihr wird zudem zur Aufzucht des Nachwuchses benötigt.

Wo die Schafsmilch herkommt

In Deutschland wird im Vergleich zum Balkan oder den Mittelmeerländern relativ wenig Schafmilch produziert. Neben einigen wenigen Vollerwerbsbetrieben gibt es hierzulande hunderte von Hobbyschäfern, die die Milch nur selbst nutzen oder im kleinen Rahmen verkaufen. Ein Beispiel dafür ist das seit mehr als 300 Jahren an der Nordseeküste beliebte Ostfriesische Milchschaf. In der Schweiz gibt es eine etwas größere Zahl an Vollerwerbsbetrieben, doch auch dort wird nur geschätzt die Hälfte der gewonnen Schafmilch verkauft.

Schafsmilch zur Ernährung

Schon seit langem gehört die Schafmilch zur menschlichen Ernährung, ob pur oder weiterverarbeitet zu Schafmilch-Joghurt oder –Käse.

Der größte Anteil an Schafmilch wird wohl zu Käse verarbeitet verkauft. Zu den berühmtesten Schafkäse-Sorten zählen:

  • Brocciu, Roquefort (Frankreich)
  • Feta (Griechenland)
  • Pecorino (Italien)
  • Weitere: Brin d’Amour, Brebille Papillon, Brebirousse, Cravanzina, Valbreso Salzlakenkäse

In Kasachstan wird Schafmilch besonders gern getrunken, in Spanien und im Baskenland Dickmilch vom Schaf. Und in Serbien gehören die Paprikaschoten in Schafmilch zu den beliebtesten Gerichten.

Geschmacklich unterscheidet sich die Schafmilch leicht von der Kuhmilch, dass der Käse so anders schmeckt liegt an seiner speziellen Herstellung.

Schafmilch – Inhaltsstoffe

Sie ist aber nicht nur lecker, sondern aus reich an Nährstoffen. Die folgenden Angaben sind Durchschnittswerte (abhängig von Fütterung, individuellem Tier und Jahreszeit):

  • 18,7 % Trockenmasse
  • 6,8% Fett
  • 6,0% Eiweiß
  • 5,0% Laktose
  • 183 mg Calcium
  • 182 mg Kalium
  • 115 mg Phosphor
  • 30 mg Natrium
  • 11 mg Magnesium

100 Gramm Schafmilch enthalten 417 kJ.

Schafmilch hat etwa so viel Cholesterin wie Kuhmilch, aber einen deutlich höheren Gehalt an Linolsäure (genauer: CLA, konjugierte Linolsäure). Zudem ist die Milch reicher an Vitamin A, D, E, B6, B12, C und Riboflavin, enthält jedoch weniger Folsäure als Kuhmilch.

Studien zur medizinischen Wirksamkeit von Schafmilch sowie zur Schafmilchunverträglichkeit aufgrund der enthaltenen Laktose sind uns nicht bekannt. Kuhmilch-Allergiker hingegen vertragen die Schafsmilch meist besser.

Aufgrund des hohen Linolsäure-Anteils kann die Schafsmilch durchaus bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis eingesetzt werden. Von dieser speziellen Fettsäure ist nämlich bekannt, dass sie Hautkrankheiten lindern kann.
 


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