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Pigmentflecken

Pigmentflecken (Melasmen) heben sich von der übrigen Hautfarbe ab. Sie sind meist ungefährlich, können aber auch eine ernsthafte Hauterkrankung hindeuten (siehe auch Hauterkrankungen-Bilder). Bei den Pigmentflecken handelt es sich um Hautveränderungen mit Hyperpigmentierung – also übermäßig dunklen Stellen, in hellroter, rötlicher, gelblich bis ockerfarbener oder hell- bis dunkelbrauner Färbung. Sie sind nicht erhaben, lassen sich beim Tasten mit den Fingern also nicht spüren. Die Flecken treten zunächst einzeln auf, vermehren sich über die Zeit jedoch und können auch zusammenwachsen – so werden aus zunächst zwei bis vier Millimeter großen Malen große Flecken.

Auch die Weißfleckenkrankheit (Vitiligo, siehe auch Vitiligo Bilder) fällt im weiteren Sinne unter „Pigmentflecken“, hier liegt jedoch keine übermäßige, sondern eine fehlende Pigmentierung der Haut vor. Daneben gibt es die „Altersflecken“.

Im Folgenden konzentrieren wir uns auf dunkle Hautverfärbungen.

Pigmentflecken – Ursachen

Ursache der Pigmentflecken sind gestörte Melanozyten, Teile unserer Haut, die den Hautfarbstoff Melanin produzieren und entscheidend dafür sind, ob wir helle oder dunkle Haut haben. Das Melanin nimmt die Sonnenstrahlen auf und gibt sie als Wärme wieder ab, schützt dabei die Haut vor Schäden. Deshalb werden wir im Sommer auch braun: wenn mehr Strahlung auf die Haut trifft, produziert sie zum Schutz mehr Pigmente. Bei gesunder Haut ist die Bräunung dann gleichmäßig. Bei Pigmentflecken hingegen sind die Melanozyten gestört: an bestimmten Stellen der Haut produzieren sie viel mehr Hautfarbstoff als an anderen.

Die Störung der Pigmentflecken kann unterschiedliche Gründe haben:

  • Langjährige Bestrahlung der Haut durch die Sonne kann die Melaninproduktion stören, die Pigmentflecken treten überwiegend dort auf, wo die Haut besonders viel Sonne ausgesetzt war (Handrücken, Gesicht, Hals, Dekolleté)
  • Hormone können ebenfalls eine Rolle spielen, während der Einnahme der Pille oder in der Schwangerschaft treten Pigmentflecken häufiger auf, dann meist an den Wangen, an der Oberlippe sowie auf der Stirn. Diese Flecken bilden sich meist langsam wieder zurück, wenn das Hormon-Gleichgewicht wiederhergestellt ist
  • Duftstoffe wie Bergamottöl scheinen die Pigmentflecken zu begünstigen
  • Johanniskraut und Medikamente können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, was ebenfalls zur Fleckenentstehung beiträgt
  • Bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Neurodermitis treten Pigmentflecken auch häufiger auf
  • Zuletzt scheint eine Neigung vererbbar zu sein

In den letzten Jahrzehnten haben die Fälle von Pigmentflecken deutlich zugenommen. Zum einen, weil die Menschen immer häufiger unbekümmert in die schädliche Sonne gehen, zum anderen, weil die Pille zum wichtigsten Verhütungsmittel bei Frauen unter 40 Jahren geworden ist.

Pigmentflecken vorbeugen

Pigmentflecken kann man durchaus vorbeugen. Vor allem, wenn bereits Flecken auf der Haut sind, sollte man sich vor weiteren Schützen. In erster Linie mit ausreichend Sonnenschutz (LSF 30-50), zum anderen durch das Meiden der prallen Sonne. Auch Kapseln mit Carotaben können vorbeugend wirken.

Pigmentflecken behandeln (Bleichcremes und mehr)

Die beste Behandlung ist das Vorbeugen. Einmal hyperaktiv gewordene Melanozyten sind sehr hartnäckig: schon bei einer geringen Dosis von UV-Licht können zuvor entfernte Flecken neu auftreten.

Trotzdem: grundsätzlich entfernen lassen sie sich schon. Oft wird dazu auf eine Mischung verschiedener Therapien gesetzt.

Zu den Behandlungsmöglichkeiten zählen Cremes und Salben mit aufhellenden chemischen Substanzen wie Hydrochinon (kombiniert mit Vitamin-A-Säure Tritinoin), Hydrocortison, Kojisäure oder Glykolsäure, auch gibt es spezielle Peelings mit Fruchtsäuren, Aminosäuren, Vitamin C oder Azelainsäure zum Aufhellen der oberen Schichten von Pigmentflecken. In der Apotheke gibt es freiverkäufliche, niedrig dosierte Mittel, der Arzt kann wirkungsvollere Cremes und Salben verschreiben.

Hautärzte raten häufig zur Kombination aus vorbereitender Heimanwendung und stärker wirkender Behandlung beim Arzt. Dazu sind meist ca. drei Behandlungen im Abstand von zwei bis vier Wochen notwendig. Erfolge sind also nach etwa 8 Wochen zu erwarten.

Auch pflanzliche Mittel wie Extrakte aus Brunnenkresse, Bärentraubenblättern, Preiselbeeren oder Süßholz können die Produktion von Melanin hemmen, indem sie das daran beteiligte Enzym Tyorsinase stoppen.

Weiterhin möglich ist ein chirurgischer Eingriff sowie die Lasertherapie, die Mikrodermabrasion und die Kryotherapie (Kältetherapie).

 


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