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Gesichtsrose

Die Gesichtsrose ist eine zum teil genetisch bedingte, nicht ansteckende Hauterkrankung, die unter vielen Namen bekannt. Dabei kommt es zu entzündlichen Hautveränderungen, vor allem im Gesicht. Die genaue Entstehung ist noch unklar.

Gleichbedeutend mit dem Begriff der Gesichtsrose sind:

  • Rosacea / Rosazea
  • Kupferrose
  • Kupferfinne
  • Couperose
  • Erythrosis facialis
  • Acne rosacea / Acne erythematosa (irreführend, da hier nicht die Follikel erkrankt sind, wie bei Akne, außerdem treten keine Mitesser (Komedonen) auf, die Veränderungen hängen vor allem die Talgdrüsen und Gefäße)

Von der Hauterkrankung sind etwa fünf bis zehn Prozent der Europäer betroffen, in Deutschland etwa vier Millionen. Meist tritt die Dermatose zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr auf, nur sehr selten schon im Kindesalter. Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer, Männer haben dafür oft schwerere Krankheitsverläufe.

Besonders häufig erkranken Menschen mit heller Haut, südländische und dunkelhäutige Menschen eher Selten – daher gibt es ein Nord-Süd-Gefälle in der Verbreitung der Gesichtsrose in Europa – etwa 10 Prozent im Norden und 5 Prozent im Süden.

Gesichtsrose – Ursachen

Die genauen Abläufe, die zur Erkrankung mit Rosacea führen, sind noch längt nicht gelöst. Allerdings kennt man inzwischen Faktoren, die das Risiko erhöhen und zum Erstausbruch der Gesichtsrose führen können:

  • Kosmetika
  • Bluthochdruck
  • Stress
  • Alkohol
  • Scharfe Gewürze
  • Sport
  • Temperaturwechsel (heiße Getränke bei kaltem Wetter o.ä.)
  • Milben
  • Helicobacter pylori-Infektionen

Man geht davon aus, dass bei der Hauterkrankung die thermoaktiven Abläufe fehlgesteuert werden; und / oder dass eine angeborene Störung des Immunsystems die Ursache ist.

Bei etwa jedem dritten Patienten ist ein weiteres Familienmitglied betroffen.

Gesichtsrose – Symptome und Formen

Von den Symptomen der Gesichtsrose sind neben dem Gesicht (Stirn, Nase, Kinn, Wangen) auch die angrenzenden Hautpartien betroffenen sein:

  • Kopfhaut
  • Brust
  • Rücken
  • Hals
  • Augen (bei jedem zweiten Patienten)

Die Gesichtsrose verläuft in Schüben und ist chronisch. Zu Beginn kommt es zu plötzlichen Hautrötungen (Flushs), die anfangs schnell vergehen, im Verlauf der Erkrankung immer länger bleiben und das Hautbild am Ende sogar dauerhaft prägen können. Auch können Papeln und Pusteln auftreten.

Die Krankheit ist meist nicht mit Schmerzen verbunden, für die Patienten aber mit psychischen Belastungen, da die Hautveränderungen für die Mitmenschen so sichtbar sind.

Dies gilt ganz besonders dann, wenn ein weiteres Rosacea-Symptom auftritt: die Knollennase (Rhinopym), die fälschlicherweise oft mit Alkoholismus verbunden wird.

Unterschieden werden vier Stadien der Gesichtsrose:

  • Vorstufe mit Übergang in Stadium 1: flüchtige, anfallsartige Hautrötungen durch innerliche oder äußerliche Reize; die Rötungen können bestehen bleiben; erweiterte Blutgefäße sichtbar
  • Stadium 2: gerötete Pusteln und Papeln
  • Stadium 3: erweiterte Bindegewebszellen und Talgdrüsen, sichtbar als knotige Veränderungen („Knollen“), vorzugsweise an der Nase, seltener am Kiefer, Stirn, Ohr oder Augenlid

Außerdem gibt es mehrere Sonderformen der Gesichtsrose:

  • Ophthalmo-Rosacea: Augen beteiligt: trockene, gerötete, tränende Augen, teils mit Fremdkörpergefühl und eingeschränktem Sehrvermögen
  • Grunulomatöse Rosacea: Bräunlich-rote Papeln und Knötchen, vor allem im Augenbereich und am Jochbein
  • Rosacea conglobata: Große Knoten und Plaques
  • Steroid-Rosacea: Nach längerer Einnahme von Cortison
  • Rosacea fulminans: Entwickelt sich in kurzer Zeit mit großen Knoten und Pusteln, vor allem Frauen in der Schwangerschaft betroffen
  • Morbus Morbihan: Lymphgefäße beteiligt, Ödeme bilden sich im Gesicht

Gesichtsrose – Behandlung

Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich – die Gesichtsrose ist damit nicht heilbar. Neben einer angemessenen Hautpflege sollte man die Risikofaktoren vermeiden:

  • Heiße Bäder und Sonnenbäder
  • Alkohol und Nikotin
  • Scharfe Gewürze

Daneben richtet sich die Therapie nach dem Stadium der Hauterkrankung. Zum Einsatz kommen vor allem Cremes und Salben mit entzündungshemmenden und das Immunsystem unterdrückenden Wirkstoffen wie Metronidazol oder Azelainsäure. Auch eine Behandlung mit Permethrin, Erythromycin, Tetrazyklin, Benzyolperoxid, Clindamycin, Tacrolimus und Pimecrolimus ist möglich.

Nur in schweren Fällen und bei stark entzündlichen Formen der Gesichtsrose werden Medikamente zur Einnahme verabreicht, zum Beispiel mit Tetrazyklinen, mit Antibiotika oder Metronidazol, oft in Kombination mit Hydrocortison-Cremes.

Weiterhin möglich sind Lasertherapie und die Lichttherapie, ebenso die Dermabrasion.

Siehe auch: Rosacea – Homöopathie.
 


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