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Brandblasen

Brandblasen sind durch Hitzeeinwirkung entstandene Blasen auf der Haut infolge einer Verbrennung 2. Grades. Die Brandblasen bilden sich zwischen der Oberhaut (Epidermis) und der Lederhaut (Corium) und sind mit Gewebswasser gefüllt. Die Papillenschicht der Haut bleibt jedoch erhalten, wodurch die Brandblasen ohne bleibende Narben abheilen.

Durch die Blase wird die eigentlich Verbrennungsverletzung luftdicht abgeschlossen, wodurch die Wunde keimfrei bleibt und gut mit Sauerstoff und Nährstoffen über die Kapillaren der Papillenschicht versorgt werden kann. Damit wird die Heilung begünstigt.

Brandblasen können Schmerzen hervorrufen und heilen meist nach einigen Tagen ab. Wird die Blase jedoch verletzt, zum Beispiel durch Aufstechen, können Keime in die Wunde dringen und zu Infektionen und Narben führen. Derartige Entzündungen sollten ärztlich behandelt werden.

Brandblasen – Ursachen

Brandblasen sind typische Symptome einer Verbrennung 2. Grades. Dabei hebt sich die obere Hautschicht (Epidermis) von der Lederhaut (Corium) ab, da sich eine Blase mit steriler Flüssigkeit, genauer: Gewebsflüssigkeit, bildet. Diese Flüssigkeit, von Medizinern als „seröses Transsudat“ bezeichnet, schützt die Wunde und kühlt das darunter liegende Gewebe. Die Haut bildet die Blasen, um damit keine Krankheitserreger in die verletzte Haut eindringen können.

Die Verbrennung oder Verbrühung kann unterschiedliche Gründe haben, so können erhitztes Öl oder heißes Wasser, feste Materialien, Feuer oder eine massive Reibung verantwortlich sein.

Damit Brandblasen entstehen, müssen mindestens 50-60°C auf der Haut herrschen, erst ab denn denaturieren nämlich Eiweiße und Gewebszellen, was zu Blasenbildung führt. Da Haut grundsätzlich nur schlecht Wärme leitet, muss die Hitze länger an einem Ort verweilen, um durchzudringen und die Schäden anzurichten.

Brandblasen – Symptome und Diagnose

Bei den Blasen handelt es sich um Symptome einer Verbrennung 2. Grades. Sie können einzeln, bei schweren Verbrennungen aber auch großflächig auftreten und zeigen sich als mit Flüssigkeit gefüllte Erhebungen unter der obersten Hautschicht.

Kurz nach der Einwirkung der Hitze beginnen die Beschwerden mit Schmerzen und einer starken Hautrötung, auf der sich wenige Minuten bis eine Stunde darauf Blasen bilden – in Abhängigkeit von der Temperatur und der Zeit der Einwirkung. Die Blasen sind noch etwas elastisch, scheinen aber zum Platzen voll mit Flüssigkeit gefüllt zu sein. Blut hingegen ist meist keins enthalten. Um die Wölbung herum bleibt die Haut stark gerötet.

Kleine Brandblasen im Rahmen eines Sonnenbrands sind eher farblos, größere leicht gelblich – die Farbe verleiht ihr das enthaltene Gewebswasser.

Die Diagnose von Brandblasen stellt aufgrund ihres typischen Erscheinungsbildes für den Arzt in der Regel keinerlei Probleme dar.

Brandblasen – Behandlung

Eine Behandlung von Brandblasen ist oft gar nicht zwingend nötig, da die Blasen in der Regel von selbst heilen. Allerdings gibt es diverse schulmedizinische und alternativmedizinische (Homöopathie, Hausmittel) Methoden, die die Heilung begünstigen können.

Fakt ist jedoch: Brandblasen sollten niemals geöffnet werden – die enthaltene Flüssigkeit ist völlig keimfrei und schützt die Wunde vor Bakterien. Sticht man sie auf, können Krankheitserreger schnell in die Wunde dringen und Infektionen hervorrufen.

Besser ist es, die Blasen mit sterilen Kompressen abzudecken und zu warten, bis sie von selbst eingetrocknet sind. Damit ist das Risiko bleibender Narben am geringsten.

Frische Verbrennungen einschließlich von Brandblasen sollte man keinesfalls mit Hausmitteln wie Mehl oder Fetten behandeln, da diese eine professionelle Behandlung durch einen Arzt erschweren, falls dies nötig wird. Schützende Pflaster sollten, sofern sie verwendet werden, einmal täglich gewechselt werden.

Normalerweise heilt die Blase von selbst innerhalb einiger Tage, unter ihr tritt dann wieder die intakte Hautoberfläche zutage. Tut sie es nicht, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Brandblasen vermeiden

Wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von Brandblasen ist – klar – das Vermeiden von starker Hitze. Besonders im Haushalt (Backblech, Bügeleisen, Heizstab) und beim Grillen ist Vorsicht geboten.

Zudem sollten Verbrennungen schnellstmöglich mit kühlem (18-21°C, nicht eiskalt), fließendem Wasser versorgt werden. Je länger die Berührung mit der Hitzequelle und je höher die Temperatur, umso wahrscheinlicher sind die Blasen.
 


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