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Bakterizid

Bakterizid bedeutet: Bakterien werden abgetötet, zum Beispiel mittels Antibiotikum. Das Bakterizid ist damit ein Mittel, das Bakterien durch die Schädigung ihrer Zellen abtötet.

Zu den Bakteriziden zählen:

  • Desinfektionsmittel
  • Antiinfektiva, wie etwa einige Antibiotika

Für die Bezeichnung „bakterizid“ müssen die Krankheitserreger innerhalb von 4 Stunden nach der Anwendung zu mindestens 99 Prozent abgetötet wurden sein.

Bei Tuberkulose spricht man anstelle von bakterizid von tuberkulozid.

Neben bakteriziden Substanzen gibt es auch bakteriostatische Substanzen, die lediglich das Wachstum der Krankheitserreger hemmen.

Bakterizid wirkende Antibiotika

Der Begriff Antibiotika leitet sich ab aus „anti“ für gegen und „bios“ für Leben – Antibiotika sind also auch dem Namen her Mittel, die töten. Die Substanzen können natürlich im Stoffwechsel von Pilzen und Bakterien gebildet und hemmen das Wachstum anderer Mikroorganismen bereits in niedriger Konzentration.

Zudem bezeichnen – und das ist die gängige Anwendung des Begriffs – Antibiotika jene Arzneimittel, die zur Behandlung von bakteriellen Infektionen eingesetzt werden. Diese werden teilsynthetisch, vollsynthetisch oder gentechnisch hergestellt und kommen nicht in der Natur vor.

Gemeinsam mit Antimykotika gegen Pilze, Antiprotozoika gegen Protozoen, Antihelminthika gegen Würmer und Virostatika gegen Viren bilden die Antibiotika die Gruppe der Therapeutika gegen Infektionen, der sogenannten Antiinfektika.

Das erste bakterizid wirkende, therapeutisch eingesetzte Antibiotikum war Arsphenamin, erst später wurden Penicillin und weitere moderne Medikamente eingeführt.

Bakterizide Wirkung der Desinfektion

Auch die Desinfektion wirkt bakterizid.

Unter Desinfektion versteht man: „Totes oder lebendes Material in einen Zustand zu versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann“.

Zur Desinfektion dienen chemische oder physikalische Verfahren in den unterschiedlichsten Einsatzfeldern:

  • Händedesinfektion
  • Hautantiseptik
  • Instrumentendesinfektion
  • Flächendesinfektion
  • Wäschedesinfektion
  • Raumdesinfektion
  • Desinfektion von Abfällen

Unterschieden werden Desinfektion und Sterilisation:

Desinfektion: von 1.000.000 vermehrungsfähigen Keimen bleiben nicht mehr als 10 am Leben
Sterilisation: von 1.000.000 vermehrungsfähigen Keimen überlebt maximal einer, die Sterilisation ist also effektiver

Weiterhin unterschieden werden, bei der Desinfektion der Hände, die „hygienische“ und die „chirurgische“ Händedesinfektion.
 


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