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Adapalen

Adapalen (Adapalenum) ist ein Wirkstoff, der äußerlich als Creme, Salbe oder Gel bei leichter bis mittelschwerer eingesetzt wird. Zugelassen ist es in Europa, Nordamerika und Australien. Adapalen wirkt in erster Linie gegen Mitesser (Komodonen) und muss meist für 1-2 Monate angewendet werden, bis das Hautbild sich sichtbar bessert. Auf keinen Fall sollten Präparate mit Adapalen auf offenen Wunden aufgetragen werden oder in die Augen gelangen.

Als Nebenwirkungen können Hautreizungen auftreten.

Adapalen im Handel

Erhältlich ist Adapalen als Creme und Gel unter dem Namen „Differin“ sowie in Kombination mit Benzoylperoxid als „Epiduo“.

Wirkung

Bei dem Wirkstoff handelt es sich um einen synthetischen Abkömmling der Naphthalinsäure, der eine Wirkung ähnlich der Retinoide besitzt, aber anders als diese chemisch stabiler und nicht lichtempfindlich ist.

Adapalen hemmt Entzündungen und mindert das Entstehen von Komedonen, indem die Verhornung der Haut beeinflusst wird.

Verwendung

Adapalen kommt als Bestandteil von Cremes, Salben und Gelen zum Einsatz, und zwar bei folgenden Hauterkrankungen:

  • Akne vulgaris: bei leichter bis mittelschwerer Komedonen-Akne als Creme, bei zusätzlichen Papeln und Pusteln das Gel
  • Rosacea

Das Mittel wird einmal täglich auf die gereinigte, erkrankte aufgetragen, idealerweise vor dem Zubettgehen. Bei Hautreizungen kann es in der Anfangszeit auch nur jeden zweiten Tag genutzt werden.

Erfolge sind mit dem Wirkstoff erst nach ein bis zwei Monaten zu erwarten.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff wird Adapalen nicht genutzt, zudem darf es weder auf offene Wunden, Sonnenbrand oder Ekzeme gelangen, noch in die Augen, den Mund oder auf Schleimhäute.

UV-Strahlen und andere, stark austrocknende Akne-Medikamente können die Hautreizung verstärken. Eine gleichzeitige Anwendung von Antibiotika wie Clindamycin oder Erythomycin führt dagegen nicht zu Komplikationen.

Als mögliche Nebenwirkungen gelten Juckreiz, Wärmegefühl, Brennen, Schuppung, Rötung, Trockenheit der Haut.

In der Schwangerschaft und Stillzeit darf das Mittel nicht verwendet werden, da mögliche Auswirkungen noch nicht hinreichend untersucht wurden.
 


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