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7 Frühjahrs-Tipps für Neurodermitiker

Für viele Neurodermitiker ist das Frühjahr nicht nur ein Grund zur Freude: oft verschlimmert sich die Hauterkrankung. Verantwortlich dafür sind unter anderem der einsetzende Pollenflug. Wie man seine Haut in diesen Monaten pflegen sollte und was es sonst zu berücksichtigen gibt: jucknix.de gibt 7 Frühjahrs-Tipps für alle Neurodermitis-Betroffenen.

1. Tipp – Feuchtigkeit und Fett für fröhliche Haut
Da die Haut im Winter von Kälte und trockener Haut besonders strapaziert wird, braucht sie im Frühjahr vor allem eins: Erholung. Dafür empfehlen sich vor allem leichtere Tagescremes mit viel Feuchtigkeit (anders als im Winter, wo auf feuchtigkeitsspendende Cremes zu kleinen Erfrierungen der Haut führen können), und tendenziell etwas weniger Fett als im Winter, da sich die Talkproduktion wieder ein wenig normalisieren kann, nachdem sie in den kalten Wintermonaten besonders stark ausgebremst wurde.

Neurodermitiker sowie andere Menschen mit sehr trockener und rissiger Haut sollten diese aber weiterhin reichhaltig mit Fett versorgen, da Fett übermäßigen Wasserverlust in Grenzen hält, die raue Hornschicht glättet und die Barrierefunktion der Haut stärkt. All das führt zu einer Haut, die nicht nur geschmeidiger und elastischer ist, sondern auch weniger vom Austrocknen und schädlichen Umwelteinflüssen gefährdet ist.

2. Tipp: Geeignete Cremes nutzen
Die meisten Supermarkt-Cremes und das Gros der Erwachsenenkosmetik enthalten billige Paraffinöle, die der Neurodermitis-Haut oft mehr schaden als helfen. Besser geeignet sind Produkte ohne Paraffine, dafür mit pflanzlichen Ölen von Mandel, Jojoba, Karité oder der Sonnenblume oder mit Harnstoff. Essentielle Fettsäuren dringen dabei tief in die Haut ein und erhöhen ihre Abwehrkraft. Daneben sind Produkte für die empfindliche Babyhaut für Neurodermitiker zu empfehlen. Von Inhaltsstoffen wie Ringelblume, Arnika oder Kamille hingegen sollten bei ekzemgeplager Haut die Finger gelassen werden, rät auch die Berliner Dermatologin Frau Doktor Kremer.

3. Tipp: Sonnenschutz wieder hervorholen   
           
Wer seine Haut vor den langfristig negativen Auswirkungen ungefilteter Sonneneinstrahlung schützen möchte, sollte bereits ab April eine Creme mit Lichtschutzfaktor 20 nutzen, sobald er sich länger in der Sonne aufhält. Vorsicht ist auch bei Sonnenallergie geboten.

4. Tipp: Nicht zu viel “Pflege”
Zu viel Pflege kann den Schutzmantel der Haut zerstören und lässt die Haut noch trockener und spröder werden. Das fängt schon beim Duschen / Baden an. Da wir im Frühjahr mehr schwitzen, neigen wir auch dazu, uns öfter zu duschen oder zu baden. Gibt es dazu keine Alternative, dann ist eine sehr kurze Dusche die Variante, die die Haut noch am ehesten schont. Beim Duschen und Baden gilt für Neurodermitiker außerdem grundsätzlich: nicht zu heiß! Das kann zwar kurzfristig Juckreiz lindern, schadet mittel- und langfristig jedoch.

5. Tipp: Gesund ernähren
Die Eisdielen locken, die Biergärten öffnen … und ein Eis oder ein Schluck Bier hin und wieder ist bei den meisten auch kein Problem. Zu viel schlemmen und zu wenig Obst, Gemüse, mageres Fleisch und Fisch (Vorsicht natürlich bei Allergien) schadet der Haut und verschlimmert den Juckreiz. Auch ausreichend Trinken ist wichtig, da man im Frühjahr durch das Schwitzen mehr Wasser verliert als im Winter.

6. Tipp: Wäsche richtig trocknen

Für Neurodermitiker gelten andere Regeln für das Trocknen der frisch gewaschenen Kleidung und Bettwäsche. Aufgrund der Pollenbelastung der Frühjahrsluft sollten Betroffene keinesfalls Wäsche zum Trocknen draußen aufhängen.

7. Tipp: Kreuzallergien berücksichtigen
Neurodermitiker leiden oft gleichzeitig unter Heuschnupfen. Nicht ganz so bekannt ist die Tatsache, dass die sogenannten Kreuzallergien häufig zusätzlich ihr Unwesen im Körper treiben. Jeder dritte Pollenallergiker reagiert überempfindlich auf bestimmte Nahrungsmittel, die botanisch mit der betreffenden Polle eng verwandt sind. Ein Beispiel: Frühblüten-Allergiker, die auf Birke, Erle und/oder Hasel reagieren, reagieren sehr häufig ebenfalls allergisch auf Steinobst, Haselnüsse und diverse Apfelsorten – Juckreiz, Übelkeit, und im schlimmsten Fall sogar anaphylaktische Schocks können folgen. Bei dauerhafter Nichtbeachtung und -behandlung der Kreuzallergie kann es außerdem zum “Etagenwechsel”, Entzündungen der Atemwege und damit asthmatischen Beschwerden kommen.

Quellen:
Deutscher Haut- und Allergiehilfe e.V.
Hautarztzentrum Kiel

 


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